Es ist wie eine Plage, regelmäßig taucht die Meldung in den Polizeimeldungen auf: Es geht um zerkratzte Autos und zerstochene Reifen und die damit verbundenen hohen Sachschäden. Gerade der Juli hatte es wieder in sich, in Kitzingen tobte sich ein oder mehrere Vandalen regelrecht aus.

Insgesamt wurden in der Innenstadt in einem Radius von 200 Meter drei Wagen zerkratzt. Dazu kommen vier zerstochene Reifen, drei davon in der Siedlung und ein Fall im äußeren Stadtgebiet. Ein weiteres Auto bekam in der Siedlung Kratzer ab, die ein vorbeifahrender Radfahrer verursachte.

Chronologie der Zerstörung

Die Chronologie der Zerstörungswut in Kitzingen: 1. Juli: Falterstraße, rechte Fahrzeugseite zerkratzt. 3. Juli: Buchbrunner Straße, Reifen platt gestochen. 14. Juli: Königsberger Straße, Reifen platt gestochen. 22. Juli: Liegnitzer Straße, rechte Fahrzeugseite zerkratzt, vermutlich von einem vorbeifahrenden Fahrrad. 24. Juli: Kaiserstraße, Motorhaube zerkratzt. 27. Juli: Würzburger Straße, rechte Fahrzeugseite zerkratzt, vermutlich mit einem Schlüssel.

Im August setzte sich der Trend nahtlos fort. In der Holzbergstraße wurde ein geparkter Wagen beschädigt. Die gesamte rechte Fahrzeugseite wurde zudem an einem Auto in der Falterstraße von einem Unbekannten beschädigt. Dazu kamen Meldungen von Kratzern aus Wiesentheid und Albertshofen.

Ebenfalls Konjunktur hatten im Juli die Graffiti-Schmierer. So wurde in der Nacht zum 16. Juli in der Gabelsberger Straße ein Gebäude der Kitzinger Licht-, Kraft- und Wasserwerke (LKW) auf einer Fläche von sechs Quadratmetern in blau und grün besprüht.

Kickers-Aufstieg mit Folgen

Dazu kamen "Gemälde" in einem ungewöhnlichen Zusammenhang: Der Aufstieg der Würzburger Kickers in die Zweite Liga muss einige Sprüher sehr inspiriert haben: Zwischen dem 3. und 5. Juli wurde in der Friedenstraße auf ein Garagentor und eine Betonmauer "1907" und "FWK" gemalt. Am 5. Juli tauchte "1907" erneut auf, diesmal in der Wörthstraße.

Egal ob Autokratzer, Reifenstecher oder Schmierer: Die Täter lassen sich nur schwer erwischen. Am Ende ist die Polizei entweder auf Kommissar Zufall oder Zeugen angewiesen, die entsprechende Beobachtungen gemacht haben.

Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Kitzingen jederzeit unter Tel. (09321) 1410 entgegen.