Drei Jahre waren die beiden 21-Jährigen ein Paar. Dann gab es Schwierigkeiten, eine heftige Eifersuchtszene, eine Anzeige bei der Polizei und einige Wochen Sendepause. Danach waren die beiden wieder zusammen und sind es heute noch. Alles wieder gut? Nicht ganz.

Die Eifersuchtsszene in der Nacht vom 20. September 2020 hatte jetzt  ein Nachspiel vor dem Amtsgericht in Kitzingen. Der Student hatte einen Strafbefehl bekommen, Einspruch eingelegt und den auf die Höhe der Tagessätze beschränkt. Damit hatte er die ihm vorgeworfene Körperverletzung, Sachbeschädigung und Nötigung im Zuge des Streits mit seiner Freundin eingeräumt. Er kassierte eine dem Bafög-Satz angepasste eher niedrige Geldstrafe.

Das Ganze für einen von Eifersucht und Wut geprägten Streit, der in der Nacht im September 2020 immer mehr aus dem Ruder gelaufen ist. Da sind zwei aufeinandergeprallt, die "sauer" oder "angepisst" waren.  "Wir hatten Probleme in unsere Beziehung", erzählte die junge Frau dem Gericht. Man hatte ein Treffen vereinbart. Wer nicht kam, war der Freund. Der war lieber mit Kumpels unterwegs.

Da kam sie auf die Idee, ihren Freund unter Druck zu setzen. Sie kaufte sich eine Flasche Schnaps, informierte ihren Freund in einem Chat darüber. Sie trank zwar kaum was, fragte aber schon mal, "wie lang man saufen muss, bis man ins Koma fällt". Diese und ähnliche Hinweise verfehlten ihre Wirkung offenbar nicht.

Fünf leere Schnapsflaschen

"Ich hatte Angst, sie tut sich was an", sagte der junge Mann und suchte seine Freundin. Als er sie auf einem Parkplatz in einem Auto gefunden hatte, die fast leere Schnapsflasche gesehen hatte, ging er davon aus, dass sie betrunken war. Der Mann hat die Frau an den Haaren aus dem Auto gezogen und sie leicht ins Gesicht geschlagen. Dann hat er sich auf den Beifahrersitz gesetzt und ihren Kopf gegen die Scheibe geschlagen.

Als die Frau mit dem Handy ihre Mutter informieren wollte, hat er das Handy weggeworfen. Als sie weg wollte, hat er sie an der Flucht gehindert und dann doch gehen lassen. Heraus kam ein kaputtes Handy, Gesichtsverletzungen und Prellungen. Für die Staatsanwaltschaft war das Körperverletzung, Sachbeschädigung und Nötigung.

Der Mann räumte die Vorwürfe ein. Er betonte aber, dass er seiner Freundin lediglich helfen wollte. Die eher nüchterne, aber  "stinksaure" Frau sah das zumindest damals anders und zeigte ihn an. Monate später hatte sich das Blatt gewendet: "Ich weiß, dass ich mit schuld bin, bei dem, was da passiert ist", sagte sie dem Gericht. Das machte kurzen Prozess, passte den Tagessatz an die Einkommensverhältnissen des Angeklagten an und schickte beide mit den Worten weg: "Machen sie es gut und kommen sie nicht wieder."