Für die Herstellungs- und Verbesserungsbeiträge der Entwässerungseinrichtung der Marktgemeinde Großlangheim, gemeint ist damit die Abwasserentsorgung, wurden Angebote für die Ausmessungen und Bestandserhebungen eingeholt. In der Ratssitzung am Dienstagabend im Kulturhaus wurde das Angebot des Büros Schulte/Röder einstimmig angenommen und somit der Auftrag an besagtes Büro erteilt. Nach Aussage von Bürgermeister Peter Sterk dürften sich die Kosten für den Abwasserkanal zur Kitzinger Kläranlage auf etwa drei Millionen Euro belaufen. Die Finanzierung erfolgt über Beiträge und Gebühren, wobei der jeweilige Anteil noch zu erkunden ist.

Bei der Erhebung des Beitraganteils sind rechtsgültige Unterlagen zur Größe der Grundstücks- und der Wohnfläche notwendig. Zur Ermittlung der Daten gab es 2004 eine Begehung, „aber leider sind die Ergebnisse rechtlich nicht mehr gültig und auch jetzt nicht mehr zulässig“, erklärte der Bürgermeister. Er sprach auch die Möglichkeit an, die Leute zu informieren und die Quadratmeterzahlen bestätigen zu lassen, was aber den Nachteil habe, dass es bei Widersprüchen eine gerichtliche Auseinandersetzung geben könnte, „weshalb wir eine korrekte Erhebung der Quadratmeter für Grundstück und Wohnfläche brauchen“. Das Angebot von Schulte/Röder könnte für die drei VG-Gemeinden Groß- und Kleinlangheim und Wiesenbronn mit entsprechendem Nachlass günstiger ausfallen, da Kleinlangheim den Auftrag schon erteilte und auch in Wiesenbronn dieses Ergebnis zu erwarten sei.

Interesse ausloten

Die Gemeinde erhielt eine Anfrage zwecks Interesse am E-Car-Sharing, wozu eine gemeindliche Fläche benötigt werde. Bernd Pfannes konnte sich diese Art Autoeinsatz auch auf dem Land vorstellen, nachdem er in Städten schon verbreitet sei. Bürgermeister Sterk sah die Chance für das Ausleihen von E-Autos eher für Ortschaften ab 5000 Einwohnern „und es müsste zunächst einmal das Grundinteresse erkundet werden". Bei der Diskussion wurde auch die nötige Ladestation angesprochen und die Tendenz zum E-Car-Sharing aufgrund der Abschaffung des Zweitautos. Bernd Pfannes erklärte sich bereit, den Kontakt zur Betreiberfirma aufzunehmen.

Eine weitere Anfrage an die Gemeinde bezog sich auf den Bestand von Fledermäusen und insbesondere auf die Art „Graues Langohr“. In den Gemeinden um den Schwanberg soll das Vorkommen von Fledermäusen festgestellt werden und dazu eine Kartierung erfolgen. In dem Schreiben wurde um Unterstützung und Zugang zu Gebäuden gebeten. Generell wurde es von einigen Ratsmitgliedern als Nachteil gesehen, dass ein Raum, zum Beispiel ein Dachboden, nicht mehr geändert werden dürfe, wenn das Vorkommen von Fledermäusen bestätigt wurde.

Randbereiche saniert

Es tut sich was in Sachen „Straßenverbesserung“. Nachdem derzeit Ausbesserungsarbeiten stattfinden, wurde dieses Thema auch in der Ratssitzung angesprochen. Bürgermeister Sterk erinnerte daran, dass er schon vor rund einem Jahr verschiedene Abschnitte angesprochen und Meldung beim staatlichen Bauamt erstattet habe. Dass nun vor allem Randbereiche auf der Straße zwischen Kitzingen und Großlangheim und in Richtung Kleinlangheim saniert wurden und auch Nebenstraßen in Großlangheim ausgebessert wurden, trage dazu bei, „dass wesentliche Punkte behoben wurden“.

Keine Einwände hatte das Ratsgremium zur dritten Änderung des Bebauungsplans „Alte Poststraße“ und zur ersten Änderung des Bebauungsplans für den Deusterpark der Stadt Kitzingen. Großlangheimer Belange sind auch nicht bei der Aufstellung des Bebauungsplans „Am Schwanberg“ und bei der fünften Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Rödelsee berührt.