Viel Pflaster prägt die Mainbernheimer Altstadt und macht einen Teil ihres Charmes aus. Immer wieder hat sich der Stadtrat mit Art und Farbe der Steine beschäftigt. Nun entschied er sich im Bereich der Kellergasse und oberhalb der Neugasse sowie für die Stadtmauerwege zu Ausbaudetails.

Obwohl bereits die Grundsatzbeschlüsse gefasst waren, flammte – wenn auch nur kurz – nochmals eine Diskussion über die Art und Weise der Gestaltung auf.

Vor Ort trafen sich die Mitglieder des Stadtrats zusammen mit Planerin Yvonne Slanz. Dazu hatte die Planerin am Stadtmauerweg nahe der Neugasse Kästen mit Pflasterbeispielen aufstellen lassen. Der Stadtrat beschloss, dass der historische Pflasterstreifen entlang der Stadtmauer erhalten bleiben soll. Allerdings werden die Steine erst einmal ausgebaut. Dann werden sie aber wieder eingebaut und beschädigte Steine durch ebenfalls historisches Pflaster vom Würzburger Residenzplatz ergänzt.

Daneben kommt neues gesägtes Muschelkalkpflaster, wie es schon in den Grabengärten und in der Innenstadt verwendet wurde, als barrierearmer Gehbereich. Im Randbereich zu den Häusern empfahl Slanz einen 40 Zentimeter breiten Streifen mit Natursteinpflaster, der das Wasser von den Häusern wegleitet. Auch dafür fand sich die Mehrheit im Stadtrat.

Das Rollator-Thema

Der obere Bereich des Stadtmauerweges mit Muschelkalkpflasterstreifen und Basaltpflaster, der in die Herrnstraße mündet, sei noch in guten Zustand, meinte Bürgermeister Peter Kraus, und könnte so bleiben. Neu gestaltet soll jedoch der kleine Verbindungsweg vom Stadtmauerweg zur Neugasse. Dieser habe nämlich ein Gefälle, sei holprig und für Menschen mit Rollator schwer zu begehen, hieß es aus den Reihen des Gremiums.

Der Weg entlang der Stadtmauer von der Kellergasse bis zur Neugasse soll in wassergebundener Bauweise gestaltet werden. Der bisherige gepflasterte Bereich der Kellergasse soll auch wieder Pflaster bekommen. Der dortige Platz soll einen Baum bekommen.

Kanalbefahrung

In der 15. Kalenderwoche werden nochmals die Kanäle in den genannten Bereichen befahren. Falls Schäden entdeckt werden, müssen diese vor der Neugestaltung repariert werden. Bei der Regierung von Unterfranken werden dann die entsprechenden Zuwendungsanträge eingereicht. Wenn die Zuschüsse aus Mitteln der Städtebauförderung bewilligt sind, kann es losgehen. "Ich möchte gerne noch heuer anfangen", wünscht sich Peter Kraus.

Sein Einvernehmen erteilte der Stadtrat zum Bau eines Norma-Einkaufsmarktes an der B 8. Abweichend von der bisherigen Planung soll kein Fachmarkt, sondern nur das Gebäude für den Einkaufsmarkt errichtet werden. Damit verkleinert sich das Gebäude. Vor einer Baugenehmigung müssen noch Verträge mit dem Staatlichen Bauamt wegen der Linksabbiegespur auf der Bundesstraße und mit der Norma wegen der Kostenübernahme abgeschlossen werden.