Auch in diesem Jahr war wieder alles neu: Die aktuell geltenden Coronabestimmungen bezüglich Abstand und Hygiene erforderten eine Zeugnisverleihfeier in zwei Schichten und so erhielten die Abiturientinnen und Abiturienten des Armin-Knab-Gymnasiums in diesem Jahr ihre Zeugnisse in der Landkreissporthalle. Schulleiterin Monika Rahner begrüßte die 126 Absolvent*innen und deren Eltern und freute sich darüber, dass sie nach der letztjährigen Abifeier im Autokino nun endlich wieder in freundliche und unmaskierte Gesichter blicken konnte.

Religionslehrer Stefan Rummel und Pfarrer Richard Tröge wunderten sich in einer kleinen Andacht zwar über das neue und komprimierte Programm, erinnerten dann mit der biblischen Figur Josua aber daran, dass es in jeder Zeit Herausforderungen gibt, dabei aber eine Sache immer bleibt: der Beistand Gottes. Dieser Teil sowie die ganze Feier wurden von Jule Müller, Elena Schubert und Michael Bondarenko wunderbar musikalisch umrahmt.

Schulleiterin Monika Rahner erinnerte in ihrer Rede daran, wie einzigartig die Umstände der Schulschließungen der vergangenen zwei Jahre im historischen Kontext sind: von 1960 bis 2019 gab es mit Mondlandung, Olympiade in München, Ölkrise, Orkan Wiebke und Sturmtief Sabine gerade einmal fünf Anlässe für kurzzeitigen Schulausfall. Und trotz der nun aufgetretenen Schwierigkeiten konnten die Abiturient*innen mit einer positiven Grundhaltung die Herausforderungen des Corona-Abiturs meistern. Schritt für Schritt schafften Sie den Weg an das Ziel. Das belegen auch die hervorragenden Ergebnisse: Zwei mal die Traumnote 1,0, insgesamt 16 mal 1,5 und besser. Abschließend legte Frau Rahner den Abiturientinnen und Abiturienten ans Herz als smarte Realisten mit Wissen, Werten, Beharrlichkeit und Mut die Welt von morgen mitzugestalten und wünschte ihnen alles Gute, viel Glück und viel Erfolg

Als besonderen Ehrengäste durfte die Schulfamilie die Landrätin Frau Tamara Bischof sowie ihre Stellvertreterin Frau Dr. Susanne Knof begrüßen, die jeweils in den beiden Teilen der Veranstaltung Grußworte und Glückwünsche an die Abiturient*innen richteten. Auch die Landrätin forderte die Absolvent*innen auf mutig zu sein: "Gehen Sie hinaus in die Welt, machen Sie Erfahrungen und kommen Sie vielleicht irgendwann wieder zurück nach Unterfranken! Wir brauchen kluge Köpfe."

Die Suche nach dem Glück

Für die Eltern trat Carsten Schmidt, Vorsitzender des Elternbeirats, ans Rednerpult und beglückwünschte die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern zu ihrer gemeinschaftlichen Leistung. Er erzählte mit persönlichem Bezug davon, wie interessant es sein kann, nicht alles im Voraus zu planen sondern vielmehr offen zu sein für die Erfahrungen die einem der Zufall anbietet. Diese Offenheit wünschte er auch den scheidenden Schüler*innen und wünschte ihnen alles Gute auf ihrer Suche nach dem Glück.

David Göllner und Marcel Hildebrand traten für die Schülerrede auf die Bühne. Natürlich richteten auch sie den Blick zurück auf die Phasen des Distanz- und Hybridunterrichts, waren aber schnell stolz auf ihre Leistungen und kamen zu dem Schluss: "Wir haben an einem Bayerischen Gymnasium das Abitur geschafft. Das kann uns keiner mehr nehmen.“ Vielleicht noch wichtiger ist folgende Erkenntnis: "Wir schätzen gelernt, wie schön ein Leben ohne Pandemie ist, wie schön wir es hatten, ein relativ unbekümmertes Leben zu führen, wie schön es war, als ein Zusammensein einfach noch normal war." Und so dankten sie den Lehrern, der Schulleitung und natürlich ihren Eltern für die Unterstützung auf dem Weg zum Abitur.

Auszeichnungen für besondere Leistungen

Anschließend baten Frau Rahner, der stellvertretende Schuldirektor Michael Mauer und Oberstufen-Koordinator Frank Nehling die Abiturient*innen in kleinen Gruppen zur Übergabe der Zeugnisse zu sich auf die Bühne. Als Jahrgangsbeste mit der Traumnote 1,0 wurden Lale Falkenberg und Tim Haßlauer geehrt.

Von: Christian Hanft, Mitarbeiter im Direktorat am Armin-Knab-Gymnasium Kitzingen.