Ihren 90. Geburtstag feierte am Sonntag Maria Scheffler, geborene Fröhling, aus Atzhausen.

Nach dem Besuch der Schule fand sie Arbeit bei der Firma Seiling in Großlangheim und nach Absolvieren des damaligen Pflichtjahres besuchte sie die Schwesternschule in Werneck und kümmerte sich dabei auch um Soldaten des Zweiten Weltkriegs, die zunächst als vermisst gemeldet worden waren.

Danach war sie als Krankenschwester in Mainz und in Rüsselsheim tätig, wo das Krankenhaus in einer Opel-Villa eingerichtet worden war. In Rüsselsheim lernte sie ihren Ehemann Heinrich kennen, die Hochzeit fand dann aber im Dezember 1954 in Münsterschwarzach statt.

Das Paar wohnte zunächst in Rüsselsheim, bis es dann zurück in heimatliche Gefilde ging, 1972 wurde das Haus in Atzhausen gebaut. Der Ehe entstammen zwei Kinder, zum Geburtstag gratulierte auch ein Enkelkind, ihr Ehemann verstarb 2004. Die Jubilarin war 22 Jahre als Krankenschwester in Volkach tätig.

Hohes Engagement in vielen Bereichen

Kleinlangheims Bürgermeisterin Gerlinde Stier hob bei ihren Geburtstagswünschen besonders ihr "hohes soziales Engagement" hervor, das von der Gründung und Betreuung einer Krabbelgruppe in Kleinlangheim bis hin zur Mitarbeit im Förderkreis Kirchenburg und zur Gründung des Atzhäuser Feuerwehrvereins ging.

Viele Jahre lang engagierte sie sich im CSU-Ortsverband, in der Frauen- und Senioren-Union und in der CSA-Arbeitsgruppe. Auf diese Weise lernte sie etliche hochrangige Politiker wie zum Beispiel Edmund Stoiber, Michael Glos, Friedrich Merz, Barbara Stamm und auch Angela Merkel kennen, mit denen sie auch zu diskutieren wusste.

"Es macht mich traurig, was sich Menschen gegenseitig antun", sagt sie zum Krieg Russlands gegen die Ukraine. Sie erinnert sich dabei noch gut an die letzte Zeit des Zweiten Weltkriegs, als sie mit dem Rad in das zerbombte Kitzingen fuhr, um ihren Onkel Essen zu bringen, der bei Aufräumarbeiten eingesetzt war.