Das Anrufsammeltaxi (AST) rollt weiter durch Kitzingen. Der Finanzausschuss stimmte am Donnerstagabend der Verlängerung des Vertrags mit der Omnibusverkehr Franken GmbH (OVF) und dem Funk-Taxen e.V. zu. Zweiter Teil der einstimmigen Entscheidung war die Erhöhung des Komfortzuschlags – das ist der Anteil der Fahrgäste – von 70 Cent auf einen Euro.

Der Service, der den regulären Busbetrieb ergänzt, war im Vorjahr mit rund 11 300 Personenbeförderungen – davon 6700 Fahrten mit Schwerbehinderten – relativ gut ausgelastet. Das Netz der Fahrten, die an den OVF-Haltestellen beginnen und am tatsächlichen Ziel im Stadtgebiet enden, soll noch ein Stück ausgebaut werden. Jutta Wallrapp (FW) regte in der Sitzung des Ausschusses an, auch die neueren Baugebiete (beispielsweise in der Kaltensondheimer Straße) mit zu bedienen. OB Siegfried Müller sagte zu, dies in den Gesprächen mit den Betreibern anzusprechen und die Haltepunkte dann in der neuen Broschüre des Anrufsammeltaxis abzudrucken.

Reaktion auf CSU-Anträge

Mit einer mündlichen Stellungnahme reagierte Bauamtschef Oliver Graumann auf einen Vorstoß der CSU-Fraktion, die Reaktionen auf drei ältere Anträge vermisste:

Vergleichsweise leicht tat er sich dabei mit der Frage nach dem Verkehrsentwicklungsplan: Analyse und Einzel-Idee landen am 29. März im Stadtrat. Nächster Schritt ist die Bürgerbeteiligung. Ernst machen mit der Verwirklichung werde die Stadt 2013, so Graumann.

Der Ärger mit Ampeln und Rotlicht-Staus der unverständlichen Art könnte in naher Zukunft zumindest weniger werden. Der Verkehrsrechner, der im Haus der Licht-, Kraft- und Wasserwerke Kitzingen (LKW) arbeitet und sowohl die Ampeln auf der B 8 (Staatliches Bauamt) als auch die der Stadt auf den großen Durchgangsstraßen steuern soll, wird laut Graumann in Kürze seinen Vollbetrieb aufnehmen – wenn der Umbau (Beginn: Anfang Mai) der B 8-Kreuzung an der Wörthstraße abgehakt ist.

Schwer lösbar scheint dagegen das Bahnlärm-Problem zu sein, das viele Anlieger am Eselsberg seit längerem nervt. Nachfragen bei der Bahn haben Graumann zufolge ergeben, dass die Lärmschutzwände nach den Vorgaben des Planungsverfahrens gebaut worden seien. Die Bahn habe auch mitgeteilt, dass der Güterverkehr zugenommen habe. Allerdings sei die Nordtangente als Kracherzeuger deutlich weniger problematisch als erwartet: Nur ein Drittel der prognostizierten Blechlawine rolle hier bisher durch.

Das Bahnlärm-Problem will die Verwaltung nun durcharbeiten und dann die Ergebnisse dem Stadtrat vorstellen. Dabei dürfte wohl auch die Frage zu klären sein, die viele Eselsberg-Bewohner bewegt: Reflektieren die großen Lärmschutzwände den Krach von der Bahn, statt ihn abzuschwächen?