Immer noch keine Ruhe scheint in der Widerstandsfront gegen das Kleinlangheimer Baugebiet "Am Graben" einzukehren. Bürgermeisterin Gerlinde Stier berichtete in der Sitzung des Marktgemeinderates, dass sie einen anonymen Brief mit dem Inhalt erhalten habe, dass die Vorgaben für den Lärmschutzwall nicht eingehalten worden seien. Ein Schreiben gleichen Inhalts habe auch das Landratsamt anonym erhalten, fügte sie hinzu. Stier betonte, dass an den Planungsunterlagen nichts geändert worden sei, "es wurde genau nach den Vorgaben des Bebauungsplans gehandelt." Zudem seien die Vorgaben für den Lärmschutzwall vom Straßenbauamt gekommen, so die weitere Erklärung.

Dem Rat lag ein Antrag der Telekom zum Bau von Leitungen im Zuge des Autobahnausbaus vor, der von Gemeinderat Willi Köhler überprüft wurde. Er erklärte in der Ratssitzung, dass er telefonisch Kontakt aufgenommen und erfahren habe, dass die Telekom die Trasse freischalten müsse, die bei der Neuverlegung der Leitungen keine große Veränderung erfahre, da in der Hauptsache auf Feldwegen für die Verlegung der Glasfaserkabel gegraben werde. "Die Firma verlegt grundsätzlich auf öffentlichem Grund", so Köhler.

Er habe auch mit der Firma darüber gesprochen, dass im Bereich von Drainagen Rohre und Kabel in offener Bauweise verlegt werden müssten. Er habe auch auf die Beachtung von Grenzsteinen hingewiesen, wie er weiter ausführte. Das Ratsgremium stimmte dem Telekom-Antrag geschlossen unter den Bedingungen zu, dass Grenzsteine gesichert und Drainageleitungen berücksichtigt und erhalten werden.

Eine kurze Diskussion gab es zur Anschaffung eines Salzstreuers für den Bauhof, da die Gemeinde bisher keinen eigenen besitzt. Nicht ganz einig war man sich zunächst, ob für den Streuer ein GPS-Einsatz für die Regelung des Salzvolumens nötig ist, was knapp 600 Euro kosten würde. Die Ratsrunde stimmte schließlich geschlossen dafür, das günstigere von zwei Angeboten für 3490 Euro inklusive eines GPS-Geräts anzunehmen.

Das Amt für ländliche Entwicklung genehmigte eine Lagerhalle im Ortsteil Atzhausen, die im Zuge der Dorferneuerung errichtet werden soll und deren Kosten auf rund 21 000 Euro angesetzt sind, wovon über die Dorferneuerung rund 13 200 Euro gefördert werden, der Rest wird von der Gemeinde getragen. Die Verwaltung wird beauftragt, die Arbeiten zu vergeben. Bekannt gegeben wurde, dass die Erweiterung einer bestehenden ortsfesten Funkanlage der Raststätte Haidt auf der Flurnummer 730 als privilegiertes Vorhaben eingestuft ist.

Zu einem eventuellen Weihnachtsmarkt habe es eine kurze Diskussion der Verantwortlichen gegeben, "aber die Sache war allen zu heiß", berichtete die Bürgermeisterin. Man habe die Bewirtung als Problem angesehen und auch den Umstand, dass die Kirchenburg für eine solche Veranstaltung doch etwas zu eng sei, "weshalb der Weihnachtsmarkt abgesagt wurde".

Einstimmig entsprochen wurde dem Förderantrag des Posaunenchors, der von der Gemeinde 300 Euro erhält. Mit herzlichen Worten bedankte sich Gerlinde Stier bei der Dorfjugend und den Gasthäusern dafür, dass sie es möglich gemacht hätten, doch etwas Kirchweih zu feiern. Die nächste Sitzung des Marktgemeinderates ist für Montag, den 13. Dezember, angesetzt.

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