Etwa 70 Menschen aus der Ukraine leben aktuell in Volkach, davon rund 40 Kinder. So genau weiß es Ellen Ströhlein, Leiterin des Volkacher Familienstützpunktes, nicht. "Das ändert sich so schnell", sagt sie. Ihre Aufgabe besteht vor allem darin, Anfragen zu koordinieren. So hilft sie gerade einer Gastfamilie, die eine Oma mit drei kleinen Kinder aufgenommen hat und in der es Schwierigkeiten beim Zusammenleben gibt. Ströhlein hat einen Übersetzer organsiert, damit die Probleme gelöst werden können.

Damit beschreibt Ströhlein gut, was die fünf Familienstützpunkte im Landkreis aktuell für die ukrainischen Flüchtlinge tun. "Sie organisieren und koordinieren im Hintergrund", sagt Julia Zimmermann-Giek von der Koordinierungsstelle Familienbildung/Familienstützpunkt am Kitzinger Landratsamt. "Grundsätzlich sind sie für die ukrainischen Familien genauso da wie für die deutschen."

Das heißt, ukrainische Mütter und ihre Kinder können am allgemeinen Programm teilnehmen. Sie können sich bei Problemen aber auch die Stützpunkt-Leiterinnnen wenden. Zimmermann-Giek rechnet damit, dass mittelfristig ein paar der Familien zu den "normalen" offenen Eltern-Kind-Treffs kommen, und sagt: "Wir sind auch offen für andere Angebote sobald wir hier einen Bedarf erkennen."

Jeden Freitag um 15 Uhr gibt es im katholischen Pfarrheim in Volkach ein Willkommenscafé für Flüchtlinge sowie Volkacherinnen und Volkacher. Wer sich in der Flüchtlingshilfe in Volkach engagieren will, kann sich an die Dritte Bürgermeisterin Gerlinde Martin wenden, Tel.: (01 51) 52 51 37 73, E-Mail: Gerlindemartin@gmx.net und www.facebook.com/groups/fluechtlingshilfemainschleife .

Offene Treffs in Dettelbach, Kitzingen, Wiesentheid und Volkach

In Dettelbach kümmert sich nun vor allem Sandra Pfannes, die ehrenamtlich  die Ukraine-Hilfe organisiert, um ukrainische Familien. Corinna Grün, Leiterin des Familienstützpunktes, hilft auch mit, zum Beispiel beim Willkommens-Café. Aber viel außerhalb ihrer 15 Wochenstunden kann sie nicht anbieten. Jeden Mittwoch kommen Eltern und Kleinkinder beim offenen Eltern-Kind-Treff in den Stützpunkt-Räumen in der Falterstraße zusammen. Grün weiß, dass Betreuungsangebote gefragt sind, vor allem für die Zeit, in der die ukrainischen Frauen Deutsch- oder Integrationskurse besuchen. Hier versucht Grün, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zu finden. "Und meine Räume stelle ich auch gerne zur Verfügung", sagt Grün.

Der offene Treff für Eltern und Kinder bis 3 Jahre ist mittwochs, nach den Pfingstferien immer am Dienstag, von 10 bis 11.30 Uhr in der Falterstraße 16, Dettelbach. Wer in Dettelbach helfen will, findet mit Sandra Pfannes die richtige Ansprechpartnerin:  Sandra Pfannes , Ukrainehilfe Dettelbach, E-Mail: ukrainehilfe@dettelbach.de, Tel.: (0151) 260 122 86.

Dass es im Kitzinger Familienstützpunkt kein zusätzliches Programm für ukrainische Flüchtlinge gibt, liegt laut Stützpunktleiterin Sonja Huber auch daran, dass das Frühjahrsprogramm geplant wurde, als es noch keinen Krieg in der Ukraine gab. Im Herbstprogramm könne man das berücksichtigen. Sie lädt ukrainische Eltern zu den Aktivitäten des Stützpunktes ein und verweist auf die offenen Treffs im Bürgerzentrum, organisiert vom Mehrgenerationenhaus der Caritas. Huber weist auch darauf hin, dass es in der Familienwegweiser-App   mittlerweile einige Informationen auf Ukrainisch gibt.

Ukrainische Familien treffen sich montags von 14 bis 16 Uhr im großen Saal im Kitzinger Bürgerzentrum in der Schrannenstraße. Mittwochs von 9.30 bis 11 Uhr trifft sich dort die Internationale Mutter-Kind-Gruppe. Wer sich in Kitzingen engagieren will, kann sich an Astrid Glos (E-Mail: astridglos@web.de) wenden.

In den Stützpunkten Wiesentheid und Iphofen gilt: Es wird im Hintergrund geholfen. In Wiesentheid engagiert sich der Familienstützpunkt bei Kiew-Café im Kuhstall. Michaela Holzmann, Leiterin des Iphöfer Stützpunktes, berichtet, dass sie dabei geholfen hat, ukrainische Jungen und Mädchen in Krippe und Kindergarten zu integrieren. Praktisch sieht diese Hilfe dann so aus: "Hier war ich mit meinem Dolmetscher dabei und betreue diese Familien mit meinem Übersetzer in einer WhatsApp-Gruppe."

Das Kiew-Café findet sich immer dienstags von 15 bis 18 Uhr in der Gartenstraße 2 in Wiesentheid zusammen. Wer in Wiesentheid ehrenamtlich helfen will, erhält Informationen auf der Homepage des  Familienstützpunktes Wiesentheid.  Auch auf der Homepage des Landratsamtes gibt es Kontakte und Informationen.