Es war als Versuch geplant. Und dieser Versuch schreit regelrecht nach mehr: Die Prichsenstadt Classics mit neuer Organisation (Bürgermeister René Schlehr und Tourismusbeauftragte Simone Geißel) sind ein Erfolg.

In amerikanische Hand

Am Samstag hatte es geheißen „Rock meets the Classic“, am Sonntag wimmelte es in der Altstadt nur so von echten Oldtimern. Und weil an beiden Tagen keine anderen Fahrzeuge durch die Stadt fahren durften als die angemeldeten, war gerade der Show-Sonntag eine Wohntat. Konnte man doch in Ruhe die alten Schnauferl anschauen und musste nicht befürchten, bei einem Schritt rückwärts von einem der bislang unzählig durchfahrenden Autos über den Haufen gefahren zu werden.

Konzept passt

Wie überhaupt das neue Konzept wohltuend ist. Der Samstag, ansonsten gelegentlich der Tag der Oldtimer-Ausfahrt, bescherte der Stadt zwar nicht so viele Besucher, wie es die Organisatoren erhofft hatten. Dafür waren zu viele Wolken am Himmel.

Dafür aber duftete es in der gesamten Altstadt, in der sich ein Foodtruck an den anderen reihte – unterbrochen von amerikanischen Luxusfahrzeugen, jedes größer als zwei Kleinwagen – nach so schmackhaften Köstlichkeiten, dass einem schon beim Betreten der Altstadt das Wasser im Mund zusammenlaufen musste. Diese Trucks wanderten am sonnendurchfluteten Sonntag aus auf den Parkplatz am Friedhof, um Platz zu schaffen für die Oldtimer-Fahrzeuge – alle ab Baujahr 1978 und älter, womit sie den Namen Oldtimer auch verdienten.

Die Isabellas mit ihrem Elvis-Imitator Manuel Prieto aus Volkach rockten am Samstag das Geschehen, und der erste Boogie Woogie Club aus Nürnberg tanzte sich mit zwei Tänzen in die Herzen seiner Zuschauer. Am Sonntag spielten traditionell die Rossinis am Karlsbrunnen, und spontan erklärten einige Besucher das Kopfsteinpflaster vor dem Brunnen zur Tanzfläche.