Im Mittelpunkt der Weihnachtsfeier der Reservistenortskameradschaft Markt Einersheim in Possenheim (ROK) standen für den Vorsitzenden Hauptfeldwebel der Reserve (d.R.) Helmut Fischer am ersten Weihnachtsfeiertag Ehrungen und die Bekanntgabe herausragender sportlicher Leistungen.

Die Ehrungen für den Verband der Reservisten der deutschen Bundeswehr (VdRBw) nahm Oberstleutnant d. R. Gerhard Lanitzki vom Kreisverband Würzburg/Kitzingen vor. 40 Jahre gehört Oberleutnant d. R. Horst Kelm der ROK an, er erhielt neben der goldenen Ehrennadel eine Urkunde.

„Ich war der letzte der zu 18 Monaten Grundwehrdienst eingerückt ist“, erzählte Kelm, wie er 1972 ohne jegliche Vorkenntnisse bei den Fallschirmjägern in Nagold antrat. Bereits nach einem halben Jahr fragte ihn der Kompaniechef wegen einer Dienstzeitverlängerung. „Damals herrschte akuter Personalmangel und ich konnte mit zwei Jahren Dienstzeit Leutnant werden“, berichtete Kelm, der damals nicht lange überlegte. Nach der aktiven Zeit trat er dem Reservistenverband bei, wo er es mit den Jahren zum Oberleutnant brachte. Heute beklagt er, dass die öffentliche Meinung über Soldaten auf dem Nullpunkt ist. Zu seiner aktiven Zeit habe der Soldat noch mehr Beachtung gefunden und sei respektiert worden.

Aus sportlicher Sicht erreichte Major der Reserve (d.R.) Gerhard Danzig zum 14. Mal das Deutsche Sportabzeichen in Gold, Helmut Fischer bereits zum 22. Mal, zusätzlich zum 15. Mal das österreichische Sportabzeichen in der Leistungsstufe. Als treffsicherer Schütze holten sich Danzig die goldene Schützenschnur der Bundeswehr zum vierten Mal, Fischer bereits zum 21. Mal.

Den Bezirksreservistenwettkampf schloss die Mannschaft Obergefreiter d. R. Ludwig Bott, Unteroffizier d. R. Matthias Kirtz, Feldwebel d. R. Frank Estenfelder und Gerhard Danzig mit dem siebten Platz ab. Im Bezirkswettkampf auf Kreisebene ersetzte Obergefreiter d. R. Felix Engelmann bei ansonsten unveränderter Besetzung Bott, die Mannschaft sicherte sich Platz 3. Estenfelder be-legte in der Einzelwertung mit dem Gewehr auf Kreisebene Platz 1.

Dass die ROK über durchweg gute Schützen verfügt wurde bei der Bekanntgabe der Platzierungen des vereinseigenen Wanderpokalschießens deutlich. Nicht nur dass Hermann Bauer wie in den Vorjahren mit 95 von 100 Ringen mit Abstand die Nase vorn hatte, auch die weiteren Platzierungen Danzig (83) und Kirtz (80) lieferten gute Ergebnisse.

Erstmals beteiligten sich in einer eigenen Wertung auch Ehefrauen. Anja Niedermeyer sicherte sich mit 62 Ringen den ersten Rang, zweite wurde Nadja Scheller, die Andrea Bauer nur aufgrund eines höherwertigen Treffers auf den dritten Platz verwies. Die Damen erhielten für ihren Erfolg Medaillen.

Hermann Bauer aus Neuses bei Markt Taschendorf betätigt sich vorwiegend im Schießsport und sammelte erste Plätze gleich haufenweise. Insgesamt kamen bei zehn Schießsportveranstaltungen neun erste und ein zweiter Platz mit unterschiedlichen Waffen zusammen. Mit Gerhard Danzig hat die ROK noch einen weiteren Schützen, der sich mit der Großkaliberpistole den zweiten Platz sichern konnte.

Vor rund 20 Teilnehmern – darunter ROK–Gründungsmitglied Georg Müller – wurden Werner Nieder-meyer aus Mainbernheim für 40 Jahre und Berthold Skiefe aus Fröhstockheim für zehn Jahre ausge-zeichnet. Sie bekommen ihre Auszeichnungen nachgereicht.