Wie oft haben wir das schon gehört: Der Hund ist der beste Freund des Menschen, Haustiere sind wie Familienmitglieder und überhaupt hat der Umgang mit Tieren einen positiven Einfluss auf Groß und Klein. Da ist es umso unverständlicher, dass manche Eltern Hund, Katze und Co. vor ihren Kindern geradezu dämonisieren - anstatt sie zu ermuntern, sich ihnen mit dem angebrachten Respekt zu nähern.

Okay, Bienen und Wespen gehören jetzt vielleicht nicht zu den Tieren, die in einsamen Momenten als guter Zuhörer taugen oder zum Kuscheln und Schmusen oder auch mal zum Toben. Und ich verstehe es auch, wenn sie ihren Erdbeerkuchen nicht teilen wollen. Aber diese übertriebene Abneigung bis hin zur Panikattacke, wenn eines der Insekten im Anflug ist, kann erst recht ungesund enden. Wer dann zu wedeln beginnt und versucht, die Tiere zu vertreiben, erreicht meistens genau das Gegenteil. Sie werden aggressiv und stechen zu - und dann steckt der Stachel nicht im Zeh, wie wenn man aus Versehen beim Barfußlaufen in der Wiese eine Wespe erwischt, sondern vielleicht im Gesicht oder im Hals. Erst dann wird ein solcher Stich wirklich gefährlich. Und warum das alles? Weil man sich falsch verhalten hat.

Im Prinzip ist es mit allen Tieren so. Verhaltensregeln müssen auch gegenüber „echten“ Haustieren wie Hund, Katze und Nagern eingehalten werden. Schön, dass es Projekte wie „Kind und Hund“ gibt, die schon frühzeitig sensibel machen für den richtigen Umgang mit Tieren. Nur so können aus den Dämonen teuflisch gute Freunde werden.

-> Lokales Seite 14