Mit einer Pressemitteilung hat sich jetzt der CSU-Ortsverband Volkach in die Diskussion der Nutzung des Altmains zwischen Volkach und Sommerach eingeschaltet. Diese läuft an heißen Sommertagen nach Ansicht eines Teils der Anwohner sowie von Naturschützern aus dem Ruder, ablesbar an dichten Scharen von Ausflüglern auf dem Altmain sowie entlang des Gewässers und an dem damit zusammenhängenden Verkehrsaufkommen an den Einstiegsstellen und Zugängen zum Altmain.

Die Volkacher CSU erkennt in dem in den vergangenen Wochen lauter gewordenen Protest eine Kritik der Erholungssuchenden am Altmain und bezeichnet dies in ihrer Mitteilung als "mehr als bedauerlich". Die Allgemeinnutzung des Altmains werde von Kritikern – die CSU hebt hier namentlich die Interessengemeinschaft Altmain hervor – "leider häufig" als "sehr negativ dargestellt". Die CSU meint, etwa in den Demonstrationen von Anwohnern in Astheim, eine generelle Abneigung gegen eine freizeitliche Altmainnutzung herauszuhören.

CSU: Großteil der Erholungssuchenden stammt aus der Umgebung

"Wir sprechen uns deutlich gegen eine Sperrung des Altmains für die Öffentlichkeit aus", stellt CSU-Ortsvorsitzender und Stadtratsmitglied Simon Rinke fest. Wer den Altmain hinabtreibe, der "macht dies meistens, weil er hier zuhause ist und seine Heimat liebt", schreibt Rinke. Menschen, die durch ihr Verhalten auffallen, machten nicht die Mehrheit der Altmain-Besucher aus. Der größte Teil der Erholungssuchenden käme zudem aus dem direkten Umkreis. Auch beschränke sich der erhöhte Betrieb auf dem Altmain auf die heißen Monate, der Rest des Jahres sei es dort deutlich ruhiger.

Die Obervolkacher CSU-Ortsvorsitzende Gerlinde Martin, ebenfalls Mitglied des Volkacher Stadtrats, wird mit den Worten zitiert: "Wir möchten niemanden die Erholung und die Naturnähe am Altmain verbieten, Lieber möchten wir auf korrektes Verhalten hinweisen und wo wir können, etwas ordnend eingreifen."

Die CSU Volkach wendet sich gegen mögliche Verbote, die die Nutzung des Altmains einschränken. Solche Verbote seien "derzeit keine Option", heißt es in der Pressemitteilung. Sie beruft sich dabei auch auf nicht näher belegte "Aussagen von Behörden", welche in der aktuellen Lage keinen Handlungsbedarf erkennen würden.