Und ob die alte Feuerspritze funktionierte: Zum Dorffest hatten die Altenschönbacher das frisch hergerichtete Prunkstück direkt am Dorfplatz aufgestellt.

Berthold von Crailsheim hat das alte Stück zunächst einmal vortgestellt. Dann hieß es „Wasser marsch“. Je drei Mann vorne und hinten bewegten die Bügel schwungvoll auf und ab, bis das Wasser aus dem angeschlossenen Schlauch spritzte.

Lange Zeit sei das kutschenähnliche Exemplar nahezu verschollen gewesen, bis es in in einer Scheune im Bimbach wieder gefunden wurde, wusste von Crailsheim. In vielen Stunden mühsamer Kleinarbeit richteten einige Altenschönbacher, allen voran Wolfgang Geuder, das Gefährt wieder her. Zwei neue Fahnen, die getreu einer alten Vorlage gefertigt wurden, zieren neben der erneuerten Technik die Kutsche.

Manchem Senior kam die Spritze recht bekannt vor. So kannte etwa Helmut Dornberger, einst Feuerwehrkommandant, das Gefährt bestens. „Als ich Anfang der Sechziger Jahre nach Altenschönbach gekommen bin, war die Spritze noch in Betrieb.“ Vor rund 20 Jahren verschwand sie mehr oder weniger. An Pfingsten sollte das Schmuckstück zum Festzug des Gesangvereins erstmals wieder vorgezeigt werden. Der Zug fiel allerdings wegen des schlechten Wetters aus, so dass die Premiere eben diesmal stattfand.

Die alte Feuerspritze war eine Besonderheit beim Dorffest, das am Sonntag außerdem wieder ein Traktoren-Treffen geboten hatte. Organisator Ralf Fleischmann durfte nach dem guten Zuspruch beim ersten Mal im Vorjahr auch dieses Jahr wieder eine stattliche Parade mit 56 Traktoren-Oldtimern begrüßen. Jeder erhielt ein Souvenir zur Erinnerung, die ältesten wurden besonders ausgezeichnet. Es waren zwei Traktoren der Marke Fendt F 18, Baujahr 1939 und 1940, die im Besitz der Familie Hilpert aus dem Geiselwinder Ortsteil Röhrensee sind. Bereits zum Mittagstisch hatten sich die Schlepper-Freunde getroffen, um später nach einer kurzen Ausfahrt dann in einer Art Parade in Altenschönbach einzufahren.