Wie steht's um die Planung des Staatsarchivs?  Darüber informierte Alexander Sieg vom Staatlichen Bauamt in Würzburg den Bauausschuss der Stadt Kitzingen in der jüngsten Sitzung. Tenor: Es läuft. Wie der Projektbetreuer betonte, werde nach dem Projektwettbewerb im vergangen Jahr "der Baubeginn im Jahr 2022 angestrebt". Immer unter der Voraussetzung, dass alles glatt geht, wäre anschließend mit einer Bauzeit von rund fünf Jahren zu rechnen. Wie Sieg weiter sagte, werde die Entwurfsplanung als nächstes dem Landtag in München zur Genehmigung vorgelegt.

Nachdem der Freistaat im Jahr 2017 von der Stadt eine Teilfläche des ehemaligen Deusterparkes erworben hatte, um dort auf dem 8500-Quadratmeter-Grundstück das neue Staatsarchiv bauen zu können, geht es für die Stadt darum, die restliche Fläche möglichst attraktiv zu gestalten. Allen Ausschussmitgliedern ist dabei wichtig, so wurde in der anschließenden Diskussion deutlich, dass man ein gute Anbindung zur Stadt bekommt. Es gehe darum, das Gelände rund um das Archiv entsprechend zu beleben.

Klar ist dabei bereits, dass auch Parkplätze geschaffen werden. Für die vermutlich 17 Mitarbeiter stehen künftig 20 reservierte Plätze zur Verfügung. Dazu kommen öffentliche Parkplätze. In die genauere Planung des gesamtheitlichen Konzeptes steigt die Stadt allerdings erst später ein. Das "Drumherum" kann letztlich in Angriff genommen werden, wenn das Staatsarchiv steht.

Geld für Touristinfo

In einer unmittelbar vorangegangenen Sitzung des Kitzinger Finanzauschusses waren zudem Mittel für die Touristinfo freigegeben worden. Für neue Dienstkleidung samt neuem Logo stehen dem Team um Vanessa Feineis in diesem Jahr 2500 Euro zur Verfügung. Das Abstimmungsergebnis war hier 8:5.

Um die Qualität des "Main-Festivals" am 1. Mai noch einmal zu heben, stehen heuer 5000 Euro zur Verfügung. Hier fiel die Abstimmung mit 7:6 allerdings denkbar knapp aus. Attraktiver soll auch künftig die Eröffnung der Tourismus-Saison werden. Um Kitzingen als Weinhandelsstadt hervorzuheben, soll am Eröffnungstag ein "Best of Wine Tasting" (Weinprobe der Besten) stattfinden. Probiert werden können dann zwischen 20 und 30 Silvaner. Dafür stehen in diesem Jahr 6000 Euro bereit. Der Ausschuss war mit 8:5 dafür.

Bessere finanzielle Ausstattung

Finanziell besser ausgestattet wird zudem der Bereich Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit. Mit 11:2 Stimmen sprachen sich die Räte beispielsweise dafür aus, den Etat für Öffentlichkeitsarbeit von 1000 auf 5000 Euro zu erhöhen. Damit sollen etwa regelmäßig Unternehmerfrühstücke möglich gemacht werden. Auf neue Füße gestellt wird auch der Internetauftritt der Stadt, der im Februar ein verbessertes Angebot liefern will.  

Unter "Verschiedenes" tauchte schließlich die Anfrage auf, warum der Zugang zum Bürgerbräu-Gelände neuerdings gesperrt sei. Vor allem der Zugang zur Grabkirchgasse sei nicht mehr möglich, so die Beschwerden aus der Bevölkerung, wussten einige Räte zu berichten. Das Problem, so die Aussage der Verwaltung: Eine Vereinbarung, die Durchgänge ähnlich wie im Schwalbenhof offen zu halten, habe es nur mündlich gegeben. Nachdem sich jetzt aber die neuen Eigentümer massiv für eine Schließung eingesetzt hätten,  seien die Zugänge inzwischen gesperrt. Ändern, so die Einschätzung der Fachleute, lasse sich daran jetzt wohl nichts mehr.