Der Weinort im Maustal hat eine neue Weinprinzessin. Die 20-jährige Tennissportlerin Aline Staudt folgt ihrer Vorgängerin Lisa Luckert auf dem Thron nach. Die neue Weinprinzessin studierte nach dem Abitur ein Jahr Sportmanagement in Amerika. Für ein Studium in Deutschland, wahrscheinlich im Bereich Sport, sind die Würfel noch nicht gefallen. Sie hat sich vorgenommen, in ihrer Amtszeit auf vielen Weinfesten präsent zu sein. Dort will sie die Weine ihres Heimatdorfes Sulzfeld würdig vertreten und dabei auch prominente Gäste treffen.

Erfahrung mit Wein hat die Tochter der Winzer Irene und Bernd Staudt bereits in der Familie reichlich sammeln können. Die Amtszeit ist zunächst auf ein Jahr begrenzt, Fortsetzung jedoch nicht ausgeschlossen.

Die Krönung ihrer Nachfolgerin war für Weinprinzessin Lisa I. ein trauriger Tag. "Ich liebe den Wein berufsmäßig, freizeitmäßig und hobbymäßig", gestand sie und berichtete von einem Jahr voller traumhafter Erlebnisse. Als sie auf ihre vielen neuen Freundschaften unter den Weinprinzessinnen und den Abschied aus dem Hofstaat zu sprechen kam, versagte ihr mehrfach die Stimme und einige ihrer Kolleginnen schluchzten.


Modeln mit Krönchen im Haar



Lisa Luckert durfte mit der Krone im Haar sogar den einen oder anderen Modeljob absolvieren, die richtigen Glanzlichter ihrer Amtszeit fanden indes im Heimatort Sulzfeld statt. Das Public Viewing im Rathaustor mit Bildern aus der Amtszeit konnten indes nur wenige der zahlreichen Zuschauer auf dem Marktplatz verfolgen.
"Unsere Weinprinzessin Lisa war viele, teilweise auch stressige Stunden unterwegs und hat unser Weindorf mit besonderem Ehrgeiz vertreten", dankte Ulrich Luckert vom Weinbauverein namens der Mitglieder und der Bürger für den Einsatz der scheidenden Hoheit und wünschte ihr zugleich Glück und Erfolg bei der Abschlussprüfung als Winzerin.

"Wenn es um die Inthronisation unserer Weinprinzessinnen geht, ist die Krönung eine traditionsreiche Veranstaltung", fand Bürgermeister Gerhard Schenkel und fügte an, dass Aline I. in Anbetracht ihres Tenniskönnens eigentlich Gräfin sein müsste.

Die Vorgängerin könne stolz auf ihre zwölfmonatige Amtszeit für Sulzfeld und seine Weine sein, denn mit dem Abschluss der Altortsanierung habe sie mit ihrem letzten Einsatz im Amt auch das Glanzlicht ihrer Amtszeit erleben dürfen.