Seinen 80. Geburtstag feierte am Freitag Alfred Rückel in Wiesentheid. Der einstige Lehrer und Schulleiter hat sich früher über Jahrzehnte in der Kommunalpolitik in seiner Gemeinde und im Landkreis für die Allgemeinheit engagiert. Ob als zweiter Bürgermeister, als Kreisrat, in Vereinen oder kirchlichen Institutionen, Rückel mischte in vielen Bereichen maßgebend mit. Als Anerkennung bekam er den Ehrenring des Marktes Wiesentheid wie auch die Kommunale Verdienstmedaille.

Beruflich befindet sich der frühere Lehrer und Schulleiter seit 2006 in Ruhestand, in der Kommunalpolitk schied er erst 2020 nach 18 Jahren Zugehörigkeit aus dem Kreistag aus.

Lediglich als Delegierter bei den Freien Wählern sei er noch im Amt, wie er sagte. Die Kommunalpolitik vermisst Rückel nicht: "Ich war 45 Jahre dabei, das reicht." Er interessiere sich nach wie vor sehr dafür, wie auch für vieles andere.

"Langeweile gibt es bei uns nicht"

Heute genießt der heimische Garten Vorrang, den er mit seiner Frau Irene gerne pflegt. Die Familie, die vier Enkelkinder, liegen ihn am Herzen. Außerdem liest der Italien-Liebhaber gerne oder geht spazieren in der fränkischen Heimat. "Langeweile gibt es bei uns nicht", sagt der Jubilar.

Geboren wurde Alfred Rückel in Würzburg. Er besuchte zunächst die Schule in seinem Heimatort Geiselwind, um später am Kaiser-Heinrich-Gymnasium in Bamberg sein Abitur zu machen und anschließend in Würzburg Lehramt zu studieren. Seine erste Lehrer-Stelle trat Rückel in Collenberg an, über Schweinfurt und Oberpleichfeld führte sein Berufsweg an die Volksschule in Prichsenstadt.

Dort war Rückel bis zum Ruhestand 33 Jahre lang tätig, davon 20 Jahre als Schulleiter. Sein Beruf war für ihn gleichzeitig Berufung. Ehemalige Zöglinge wie auch Kollegen schätzten ihn auch wegen seiner Geduld und menschlichen Seite. Rückel freuen die Begegnungen mit ehemaligen Schülern. Für die aktuelle Schulpolitik hat er so manchen Rat: Es brauche "eine kindgerechte Schule, nicht schulgerechte Kinder."

Schon immer spielte der Sport eine große Rolle bei Alfred Rückel. Er spielte lange Fußball beim TSV Geiselwind, Handball und Basketball zu Hochschulzeiten. Auch als Leichtathlet war er aktiv. Dazu fungierte er beim TSV Wiesentheid unter anderem als Fußball-Abteilungsleiter.

Rückel ist seit 1967 mit seiner Frau Irene verheirat, neben den beiden Kindern und vier Enkeln gratulierten viele Bekannte und Freunde sowie Vertreter von Vereinen. Für den Landkreis wünschte ihm die stellvertretende Landrätin Susanne Knof alles Gute.

Das Geburtstagsständchen spielte der Musik- und Gesangverein Wiesentheid, für den der Jubilar etliche Liederabende moderiert hat.