Zwar ist mit dem Abschleifen und Neueinlassen des Parkettbodens noch eine Arbeit zu erledigen, doch ansonsten erstrahlt die Albertshöfer Gartenlandhalle nach einer Teilsanierung weitgehend in neuem Glanz. In zweieinhalb Jahren Bauzeit hat sich einiges getan, das Vorhaben hat 900 000 Euro gekostet.

Die Gartenlandhalle ist eines der wichtigsten Infrastruktur-Objekte im Gärtnerdorf und war 1988 in der Amtszeit des damaligen Bürgermeister Heinz Neubert eingeweiht worden. Weil der Zahn der Zeit an der Halle genagt hatte und vor allem die Heizung marode war, entschied sich der Gemeinderat vor drei Jahren, eine Teilsanierung anzugehen.

Wer nun auf die Gartenlandhalle zuläuft, dem springen die neue Eingangstür sowie eine komplett neue Fensterfront ins Auge. Mit vier Fensterfronten im Untergeschoss und Erdgeschoss sowie mehreren Eingangstüren fielen alleine 58 000 Euro an. Die Verantwortlichen hatten vor über 30 Jahren bereits vorausschauend gedacht, als sie an der Gebäudehinterseite eine Rampe errichten ließen, so dass die Halle schon seit Jahrzehnten auch für Menschen im Rollstuhl problemlos erreichbar ist. An der Hinterseite ist mit der Sanierung eine ganz andere Optik entstanden, weil dort eine große Stahlkonstruktion für die Außen-Komponenten der Gebäudelüftung notwendig wurde. Richtung Osten zum Sportplatz hin machten die Brandschutzvorschriften eine zusätzlich Fluchttreppe erforderlich.

50 bis 70 Veranstaltungen in normalen Jahren

Die Gartenlandhalle beherbergt im Erdgeschoss das Sportheim des Turn- und Sportvereins und neben der Garderobe im Foyer den 300 Personen fassenden großen Saal mit einer Fläche von über 400 Quadratmetern. Dort fallen neben den neuen Fenstern vor allem die fünf großen Lüftungsrohre unterhalb der neue verputzten Hallendecks auf. Eine Trennwand ermöglicht im Fall der Fälle eine geteilte Belegung und die Verkleinerung auf eine passendere Größe.

Für die Installation mussten fünf Ausschnitte in den Tragwerksleimbinder gesägt werden. Die Lüftungstechnik war mit 170 000 Euro das teuerste unter den einzelnen Gewerken. Neuerdings ist die Gebäudetechnik wie Heizung und Lüftung digital und zentral steuerbar, so kann unter anderem die Heizung über einen Teamviewer von außerhalb eingeschaltet werden. Im Erdgeschoss wurden in der Küche ebenso Sanitärarbeiten durchgeführt wie an der Toilettenanlage im Keller. Das Untergeschoss bietet den kleinen Saal, nebenan befindet sich die Kegelbahn, daneben gibt es die WC-Anlage sowie einem Lager- und Versammlungsraum für den Brauchtumsverein.

Die Albertshöfer wissen die Gartenlandhalle zu schätzen für Vereinsversammlungen, private Feiern, Gardetanztrainings bis hin zu den  großen Prunksitzungen der Karnevalsgesellschaft Höpper-Elfer. Während die Tische weiterhin ihren Dienst tun, wurden die Stühle komplett neu angeschafft.

In normalen Jahren gehen 50 bis 70 Veranstaltungen über die Bühne plus die Übungsstunden der Tänzerinnen. Bürgermeister Horst Reuther sieht die ausgegebenen 900 000 Euro als gut angelegtes Geld. Und die seit zehn Jahren auf dem Hallendach arbeitende Photovoltaikanlage hilft dabei, die Ausgaben zu refinanzieren.