"Das ist heute das interessanteste Thema auf unserer Tagesordnung", meinte Albertshofens Bürgermeister Horst Reuther als er den Punkt Neugestaltung des Rathausvorplatzes einleitete. Er listete die Wünsche auf, die die Ratsmitglieder und Vereinsvertreter bei einem kürzlichen Ortstermin zum Backhäusle geäußert hatten.

Auf Anregung von Frank Sattes soll jetzt auch noch ein Brunnen mit Trinkwasser erbaut werden, da es dafür eine Förderung vom Staat gibt, wenn der Antrag über den Wasserbeschaffungsverband läuft. Gerhard Uhl plädierte dafür, auch noch eine Zisterne in die Planung aufzunehmen, dort hinein könnte das Dachwasser des Rathauses eingeleitet und als Brauchwasser zum Gießen verwendet werden.

Weitere Themen im Rat waren:

Der Bürgermeister gab die Entscheidung des Landratsamts bekannt, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h in der Ortsdurchfahrt mit der Kirchstraße und Mainstraße, die als Kreisstraße gewidmet ist, in Absprache mit der Polizeiinspektion Kitzingen abzulehnen. Barbara Hügelschäffer pochte vehement darauf, zumindest Schilder für freiwillig 30 oder 40 km/h aufzustellen, worüber in der nächsten Sitzung entschieden werden soll.

Zu wenig Personal für die Parküberwachung

Die Damen und die Herren des Gemeinderats debattierten auch über die Parksituation in der Kirchstraße und Frank Sattes sah eine teilweise Verlagerung in die Hindenburgstraße. Bürgermeister Horst Reuther konstatierte, dass sich die Parkmoral nach der Festlegung von markierten Parkplätzen merklich gebessert habe. Wie Reuther bedauerte, habe die Firma der Parküberwachung aktuell zu wenig Personal, weshalb eine Ausweitung der Überwachungszeit derzeit nicht möglich sei.

Die Kitzinger Licht-, Kraft- und Wasserwerke (LKW) ermöglichen den 14 Kommunen in ihrem Geschäftsbereich den Erwerb von Solarsitzbänken, die vom Energiebeirat gefördert werden. Eine Bank würde 4914 Euro kosten, abzüglich des Energiebeirat-Budgets und eines Jubiläumszuschusses der LKW würde sich der Preis auf rund 2000 Euro reduzieren. Barbara Hügelschäffer fand, dass man das Geld sinnvoller ausgeben könne und auch Gerhard Uhl erschloss sich der Sinn solcher Bänke nicht. Julian Kraus fand eine solche Bank gar "hässlich", aber letztlich stimmte eine 8:4-Mehrheit dem Kauf einer Solarbank zu.

Das Gremium nahm den Rechenschaftsbericht für das Jahr 2021 zur Kenntnis. Dabei war sehr positiv, dass die Gemeinde seine Verschuldung auf 700.000 Euro zum Jahresbeginn reduzieren konnte.

Der Bürgermeister informierte, dass die Kanalsanierung in der Friedrich-Hiller-Straße abgeschlossen ist und die Baukosten mit 75.000 Euro nahezu eingehalten werden konnten.