Der Freistaat Bayern gewährt in Zeiten der Corona-Pandemie Eltern einen Ersatz von Elternbeiträgen im Fall von staatlich angeordneten Kindergartenschließungen. Albertshofens Kindergartenleiterin Diana Greif hatte jetzt angefragt, ob sich die Gemeinde an den Elternbeiträgen in solchen Fällen beteiligen würde, wenn Schulkinder statt der Schule ersatzweise den Hort im Kinderhaus St. Nikolaus besuchen.

Nach Beratungen der Gemeinde und der Kindergartenleitung wurde der Kompromiss gefunden, dass die Gemeinde Albertshofen in solchen Fällen sich mit 15 Euro pro Kind beteiligt, was bei den Buchungszeiten in Albertshofen einen Betrag von 3150 Euro ergeben würde. "Ich finde es eine gute Geste, in schweren Zeiten gemeinsam zusammen zu helfen und den Betrag freiwillig übernehmen", meinte Bürgermeister Horst Reuther und die Ratsrunde folgte seiner Linie.

Weitere Themen im Rat

Die Gemeinde Albertshofen beteiligt sich am staatlichen Förderprogramm zur Ausstattung von Rathäusern mit WLAN durch die Ertüchtigung von leistungsfähigen Glasfaserkabeln. Bei Anträgen in Bereichen mit besonderem Handlungsbedarf, wozu der Landkreis Kitzingen gehört, beträgt der Fördersatz 90 Prozent, gedeckelt auf Förderhöchstbeträge zwischen 20 000 und 50 000 Euro. Deswegen tat sich die Ratsrunde leicht, dem Antrag zuzustimmen. Das aktuelle Angebot der Deutschen Telekom beläuft sich auf 52 034 Euro, demnach beträgt der Eigenanteil der Gemeinde 5203 Euro. Die Gemeinde will ein noch günstigeres Angebot von der Telekom erreichen, da sie als einzige ein Angebot abgegeben hatte. Horst Reuther wurde von der Ratsrunde zur Auftragsvergabe für das günstigste Angebot ermächtigt.

Der Gemeinderat befasste sich mit dem Antrag der Bürgerin Kerstin Thomann zur Beschaffung von Defibrillatoren an zwei öffentlich zugänglichen Stellen im Ort. Wie Horst Reuther informierte, besteht auch in anderen Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen Interesse daran. Die Ratsrunde war sich rasch einig, einen Defibrillator für die Gartenlandhalle anzuschaffen. Nach eingehender Diskussion bestand am Ratstisch der weitere Konsens darüber, die Standorte im Bereich Gasthaus Anker, der Grundschule und dem Bauhof dazuzunehmen.

Tischtennisplatte für den Spielplatz

Der Bürgermeister machte den nichtöffentlich gefassten Beschluss öffentlich, dass der Gemeinderat  dem Wasserbeschaffungsverband gestattet, weiterhin aus den Brunnenanlagen Mainleite, Rodenbach und Klosterforst Grundwasser entnehmen zu können. Außerdem will die Gemeinde eine wetterfeste Tischtennisplatte für den Spielplatz anzuschaffen. Den Antrag dazu hatte das Ratsmitglied und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Gerhard Uhl gestellt. Der Gemeinderat will bei einem Ortstermin den passenden Standort festzulegen und dabei auch über andere Spielgeräte nachzudenken.

Für die Änderung des Bebauungsplans Obere Sandäcker muss erst geklärt werden, wie die Änderung erfolgen soll. Der Gemeinde liegen Angebote von Ingenieurbüros vor, eine Entscheidung für die Vergabe steht noch aus.