"Wir wollen Freunde sein für's ganze Leben" erklang es zu Beginn der Generalversammlung des Sängervereins Albertshofen 1865 mit Ehrungen im Evangelischen Gemeindehaus. Denn die Pflege des Chorgesangs als wichtigstes Kulturgut zur Bereicherung des dörflichen Lebens zu erhalten, steht bei den 23 aktiven Sängern des 84 Mitglieder zählenden Sängervereins an der Spitze.

Wie bei allen Vereinen, so war auch Corona das bestimmende Thema, welches den Rückblick auf das 2020 prägte. Nach 18 Proben war das Sängerjahr bereits beendet, so berichtete Schriftführer Tilo Gernert. Begann das Jahr doch noch mit dem traditionellen Sängerball, bei dem fast 90 Personen das Tanzbein schwangen. Am nächsten Tag war der Chor zum Weihnachtskonzert in der Dettelbacher Wallfahrtskirche präsent. Am 15. März kam dann die große Überraschung – Lock down - Corona total!

Chorleiterin Dagmar Ungerer hatte deswegen nur einen kurzen Bericht: Von Mitte Juli bis Ende Oktober fanden zwar getrennte Proben statt, erst in der St. Nikolauskirche und als es dort zu kalt wurde, konnten die Sänger in die Gartenlandhalle ausweichen.

In der Kirche wurden einige Lieder aufgenommen, um die Qualität des Chores zu überprüfen und auch die eigenen Stimmen zu hören. Einige Lieder waren nicht besonders gelungen, dafür die anderen um so besser. Im Gemeindehaus übten die Tenöre und Bässe separat für sich, schilderte die Chorleiterin. "Albertshofen war einer der wenigen Chöre, welche versuchten, ihre Proben einigermaßen aufrecht zu erhalten. Es war manchmal nicht einfach, aber wir sind guter Dinge, die normalen Chorproben bald wieder aufnehmen zu können!" Erster Vorstand Klaus Richter machte in seinem Bericht deutlich, dass auch das Vereinsleben sehr dünn geworden sei und gelitten habe. Es gab kein Sommerfest und keine Auftritte.

Es sind bereits Auftritte geplant

Doch er zeigte sich zuversichtlich, dass es bald wieder besser wird, denn es sind schon einige Auftritte geplant. Richter dankte Bürgermeister Horst Reuther, dass der Sängerverein in der Gartenlandhalle proben durfte und der Chorleiterin, dass sie alles so gut mitgetragen habe.

Er lobte die Sänger und den Vorstand für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen eineinhalb Jahren, dabei habe sich gezeigt, wie wichtig Zusammenhalt ist und er freute sich, dass alle dem Sängerverein die Treue gehalten haben.

Kassier Richard Stühler schilderte in seinem Bericht die finanzielle Situation des Sängervereins und präsentierte trotz kaum vorhandener Einnahmen, jedoch durch die höhere Spendenfreudigkeit, einen ausgeglichenen Haushalt.

Bei den anschließenden Ehrungen wurden Ferdinand Kordmann für 25 Jahre, Reinhard Worschech und Gottfried Uhl für 40 Jahre und Heinz Reuther und Erich Uhl für 50 Jahre Vereinstreue mit einem Weinpräsent und einer Urkunde geehrt.