„Das ist eine Unverschämtheit.“. Sehr deutliche Worte fand Großlangheims Bürgermeister Peter Sterk in der Ratssitzung am Dienstagabend im Kulturhaus zur Ablagerung von Bauschutt am Westrand des unteren Kitzinger Tännigs. Was ihn besonders verärgerte, war auch die Abdeckung des Materials durch Grasschnitt. Die Gemeinde müsse sich nun darum kümmern, Gras und Bauschutt wieder zu entfernen. Bisher konnte nicht in Erfahrung gebracht werden, wer für die Ablagerung verantwortlich ist. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass Bauschutt in kleinen Mengen auf dem gemeindlichen Bauhof abgegeben werden kann, ansonsten ist die Kreisdeponie in Iphofen anzufahren.

Ein weiterer Punkt, der dem Bürgermeister sauer aufstieß, ist die Entsorgung von Rasenschnitt auf dem Häckselplatz im Waldstück „Schindgrube“. Sterk erinnerte auch an den Text im Juni-Mitteilungsblatt, in dem noch einmal darauf hingewiesen wird, dass auf dem Häckselplatz nur Schnittgut von Bäumen und Sträuchern abgeladen werden darf, „keinesfalls darf dort Rasenschnitt abgelagert werden, da dieses Material siliert und dann das Grundwasser verunreinigt“. Falls weiterhin Rasenschnitt oder holziges Material in Säcken abgeliefert werde, müsse der Platz geschlossen und dürfe nur noch zu bestimmten Zeiten geöffnet werden, „da uns ansonsten das Landratsamt auf die Füße tritt“. Der Bürgermeister äußerte die Hoffnung, dass dieser Appell Anklang findet und ebenso Erfolge zeigt wie zum Beispiel an manchen Stellen das Parkverhalten, nachdem er mit Anliegern gesprochen habe.

Eigentlich stand der diesjährige Haushalt auf der Tagesordnung der Ratssitzung, aber Corona machte auch in diesem Fall einen Strich durch die Rechnung, so dass in der nächsten Sitzung Verwaltungs- und Vermögenshaushalt auf dem Programm stehen. Der Bürgermeister ging in einer kurzen Vorschau auf einige wesentliche Punkte ein, von denen der Haushalt 2021 geprägt sein wird.

So zum Beispiel von der Kindergartenerweiterung durch Um- und Ausbau des Josefsstifts, „die viel Geld kosten wird und bei der wir gut voran gekommen sind“. Auf der Agenda 2021 stehen auch Spielplätze, ein Panoramaweg und das Freiluftmusem hinter der Kirche – „wir müssen auch kreativ sein“ – die Verbesserung der Gehsteigsituation und somit die Entschärfung einer Gefahrenquelle neben der Firma Fehrer in Richtung Kleintierzuchtanlage und verschiedene Pflasterarbeiten. Im Auge behalten werde man Planungen für das nächste Baugebiet und für den Bereich Gewerbegebiet und den Abwasserkanal nach Kitzingen, der im kommenden Jahr angegangen wird.