Kaum hat der Ausbau der Autobahn rund um Wiesentheid begonnen, gibt es deswegen schon einigen Ärger. Für diesen sorgen die vielen Lastwagen und großen Traktoren mit Anhänger, die momentan täglich durch den Wiesentheider Ortskern rollen. Davon berichtete Gemeinderat Heinrich Wörner in der Sitzung des Bauausschusses. „Das können wir nicht dulden“, monierte er den Verkehr im Zentrum, im Bereich Bahnhofstraße/Sofienstraße.

Grund dafür ist, dass im Zuge des Ausbaus der Fernstraße an der momentanen Baustelle bei Abstwind starke Erdbewegungen stattfinden. Der Boden wird von dort an ein Stück Autobahn bei Feuerbach transportiert. Das sind nicht einmal zwei Kilometer Entfernung. Weil jedoch die Ortsdurchfahrt von Rüdenhausen derzeit noch gesperrt ist, rollt der gesamte Fuhrverkehr von Abtswind über Wiesentheid und Feuerbach an die dortige Baustelle.

Kreuzung ist häufig "dicht"

Die riesigen Traktoren, wie auch Laster, müssen in Wiesentheid mit dem Bereich am Marienplatz in Richtung Kitzingen eine Kreuzung passieren, die in Stoßzeiten sowieso häufig „dicht“ ist. Der zusätzliche Lärm und Dreck ärgert die Anwohner seit Tagen. „Schlepper an Schlepper! Langsam wird es lebensgefährlich, an der Strecke zu stehen“, schilderte mit Tim Bertschy einer der betroffenen Anwohner das Problem auf der Internet-Plattform Facebook. Dazu hatte er auch ein aussagekräftiges Foto gestellt.

Auf Nachfrage bestätigte Bertschy, dass die schweren Fahrzeuge seit einigen Tagen von sieben Uhr morgens bis etwa 18 Uhr durch den Ort rollten. Gerade zuletzt sei es „heftig“ geworden. Er habe sich bereits an verschiedene Stellen gewandt. Von Seiten der Autobahn habe man ihm geantwortet, dass sich das Problem demnächst lösen werde.

Bürgermeister bleibt "am Ball"

In der Sitzung des Bauausschusses bestätigte Wiesentheids Bürgermeister Klaus Köhler, dass sich auch bei ihm einige Bürger deswegen beklagt hätten. Er habe, so Köhler, bereits das Bauamt beauftragt, dazu mit den Zuständigen der Autobahndirektion Kontakt aufzunehmen.

Vom Bauamt sagte Richard Scheller, dass der Verkehr künftig wohl über die Ortsdurchfahrt von Rüdenhausen laufen solle, sobald diese wieder offen ist. Der dann drohende Bauverkehr sei auch der Nachbargemeinde nicht zuzumuten, meinte Ratsmitglied Wörner. Er gebot, die Gemeine solle den Baufirmen das Schaffen einer Behelfstraße, oder eine Ausweichroute, anraten. Bürgermeister Köhler sicherte zu, dass er bei dem Problem am Ball bleiben werde.