Durch den örtlichen Starkregen kam es vergangenen Freitag an etlichen Stellen im Versorgungsgebiet der Überlandzentrale (ÜZ) Mainfranken zu großflächigen Überflutungen, die auch vor vielen Stromversorgungsanlagen nicht Halt machten. Betroffen waren vor allem der Raum Knetzgau, Stadelschwarzach sowie Wiesentheid und Umgebung. Zu Stromausfällen kam es nach Angaben der ÜZ während des gesamten Wochenendes nicht – dank der "engen Zusammenarbeit mit den Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk, gemeindlichen Bauhöfen und den Anwohnern vor Ort".

Die ersten Meldungen erreichten die Überlandzentrale am Freitag gegen 9 Uhr morgens aus dem Raum Knetzgau. Die Einsatzorte wanderten dann im Tagesverlauf mit der Flut den Steigerwald entlang Richtung Wiesentheid. "Bereits zum Mittag wurden weitere Mitarbeiter in Bereitschaft gesetzt, um die vielen potenziellen Gefahrenquellen einzudämmen und die Stromversorgung vor Ort sicherzustellen", heißt es in einer Mitteilung.

Umspann- und Trafostationen wurden rechtzeitig abgeschaltet

Von den Wassermassen bedrohte Umspannwerke, Schalthäuser, Verteilerkästen und Trafostationen sowie Hausanschlüsse seien rechtzeitig gesichert worden. Wo nötig, wurden Stationen aus Sicherheitsgründen rechtzeitig abgeschaltet, Stromkreise umgeschaltet oder Notstromaggregate eingesetzt, um eine lückenlose Versorgung zu gewährleisten, damit vor allem die Pumpen der örtlichen Feuerwehren und Anwohner weiter betrieben werden konnten.

Ziel ist es laut ÜZ in solchen Fällen immer, die Versorgungsanlagen so lange wie möglich in Betrieb zu halten, um die betroffenen Bereiche weiter mit Strom versorgen zu können. Wenn Gefahr droht, müssten Anlagen in Einzelfällen aber auch ohne vorherige Verständigung der betroffenen Anwohner abgeschaltet werden. An diesem Wochenende sei dies jedoch nicht nötig gewesen –"nicht zuletzt, dank der zahlreichen Kundenanrufe, die die ÜZ Mainfranken erreicht und ein vorausschauendes Handeln der Einsatzkräfte ermöglicht haben".

Was Betroffene bei Hochwasser beachten sollten

Der Energieversorger weist in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Gefahren des elektrischen Stroms in überfluteten Bereichen hin und gibt folgende Hinweise für Betroffene:

Betreten Sie auf keinen Fall überflutete Kellerräume, wenn eine Gefährdung durch elektrischen Strom nicht ausgeschlossen werden kann.

Rufen Sie die Feuerwehr unter der 112. Die Einsatzkräfte sind dahingehend geschult und setzen im Notfall eigene Stromerzeuger ein.

Halten Sie auch auf den Straßen Abstand von überfluteten Verteilerschränken und Trafostationen.

Stellen Sie Unregelmäßigkeiten an Ihren eigenen oder öffentlichen Stromversorgungsanlagen fest, setzen Sie sich mit Ihrem Energieversorger vor Ort in Verbindung.