Wie geht es weiter mit dem Römerlager in Marktbreit? Erst einmal hören, was das Landesamt für Denkmalpflege sagt, war die Devise des Kulturausschusses am Donnerstagabend. Bürgermeister Harald Kopp soll nun das Amt über die bisherigen Ideen des Stadtrats informieren und um ein Gespräch bitten.

Bei einer archäologischen Überfliegung im Jahr 1985 wurde das Lager entdeckt, das mit 37 Hektar Größe wohl um die 12 000 Soldaten beherbergte. Das um die Zeitenwende gebaute Areal oberhalb der Stadt auf dem Kapellenberg existierte wohl nur wenige Jahre und wurde nach der Varusschlacht wieder aufgegeben. Nach Grabungen durch die Denkmalpflege wurde das Gelände der ursprünglichen Nutzung als Landwirtschaftliche Fläche zurück gegeben.

Heute gibt es einen Rundwanderweg und acht Tafeln, die über das Lager informieren. Doch die Stadt würde gerne mehr davon zeigen, etwa mit einem Aussichtsturm und dem Hinweis auf die Eckpunkte des Lagers, alleine schon um die Dimension deutlich zu machen. Ideen, die immer wieder auftauchen und dann in Schubladen verschwinden.

Info-Tafel sollen erneuert werden

Jetzt machte Kulturreferentin Christiane Berneth einen neuen Vorstoß, der im einstimmigen Beschluss des Ausschusses mündete: Den Denkmalpflegern sollen die Vorschläge vorgelegt, um Stellungnahme gebeten und mögliche Zuschüsse abgefragt werden. Zumindest die Info-Tafeln sollten erneuert und aktuelleren Texten versehen werden. Dabei, so der Bürgermeister, müssten allerdings Folgekosten bedacht werden, etwa die Anlage eines Parkplatzes auf dem Berg.

Auf das Römerlager ging auch Museumsleiterin Simone Michel von Dungern in ihrem Jahresbericht ein. Das Römerkabinett, das Fundstücke der Grabungen zeigt, wurde neu konzipiert – die Eröffnung fiel allerdings Corona zum Opfer. Und so ging es fast allen Aktivitäten des Malerwinkelmuseuems. Kurzfristig konnte die geplante Jahresausstellung umgestaltet werden, es wurde die "Faszination Malerwinkel" gezeigt. Die Folge war durchaus positiv: Dem Museum wurden mehrere Gemälde des Hauses geschenkt. Trotzdem waren die Einnahmen und die Besucherzahlen deutlich in Minus, die Hoffnungen der Museumsleiterin fokussieren sich nun auf 2021, wo wenn möglich nachgeholt werden soll, was heuer verschoben werden musste.

Jugendfußball-Turnier mit Partnerstadt geplant

Als gelungen bezeichnete die Kulturreferentin Christiane Berneth die Aktion "Marktbreit – eine Reise in die Vergangenheit", bei der Fotos alter Straßenansichten der Stadt an den Aufnahmepunkten aufgehängt und so ein Vergleich mit der Gegenwart möglich wird. Ähnliches ist für Gnodstadt in Planung. Sowohl Touristen, als auch Marktbreiter nehmen das sehr gut an. Positiv auch die Resonanz auf das Rathauskonzert vor einigen Wochen.

Weiter in der Planung ist ein Jugendfußball-Turnier mit Partnerstadt Fleac, organisiert vom Partnerschaftskomitee und dem Sportclub im Juni kommenden Jahres. "Wie es dann wird, werden wir sehen", so der Bürgermeister.

Ähnliches gilt für den traditionellen Neujahrsempfang der Stadt, der traditionell am zweiten Samstag des Jahres stattfindet: Abwarten und noch nicht absagen.