Für die Gemeinde Abtswind ist der Wald ist ein wichtiger Faktor. Rund 230 Hektar besitzt sie selbst, die es zu pflegen gilt. In der Sitzung des Gemeinderates präsentierte der zuständige Förster Stefan Kraus den Forstbetriebsplan, der neben den Einnahmen und Ausgaben auch die künftige Ausrichtung bei der Bewirtschaftung vorgibt.

Zunächst zeigten sich Bürgermeister Jürgen Schulz und die Räte erfreut, dass die Gemeinde im Forst dieses Jahr seit langem wieder einmal mit einen Gewinn von 34 000 Euro abschließen kann. Der Großteil davon mit 23 000 Euro resultiert aus der Nachhaltigkeitsprämie, bei der der Freistaat 100 Euro pro Hektar Wald an die Besitzer ausschüttet. "Das ist ein richtig warmer Regen für uns", so Bürgermeister Schulz.

Der Rest des Gewinns stammt aus dem Holzverkauf. Zuletzt wurden 1500 Festmeter Holz eingeschlagen, ein großer Teil davon war Käferholz. Für kommendes Jahr hat Förster Kraus einen Einschlag von 300 Festmeter geplant.

Kraus informierte, dass eine Durchforstung der Wälder vorgesehen ist. Rund 20 Hektar hat sich die Gemeinde vorgenommen. Außerdem berichtete Kraus, dass man in Abtswind eine Art Versuchswald anlegen wolle. So sollen auf einer etwa 1000 Quadratmeter umfassenden Fläche Bäume gepflanzt werden die besser mit dem Klimawandel zurecht kommen. Das sind etwa Libanon-Zedern, Lerchen oder Douglasien, die sowohl Frost, als auch extreme Hitze vertragen, wie Bürgermeister Schulz sagte. Etwa 200 Pflanzen sollen im Frühjahr in die Erde.

Tempo 30 abgelehnt

Außerdem teilte Bürgermeister Schulz in der Sitzung mit, dass das Landratsamt Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt, etwa am alten Kindergarten, abgelehnt hat. Es bestehe keine Notwendigkeit, weil der Ausgang des Kindergartens nicht direkt zur Hauptstraße, sondern erst in eine Seitenstraße, geht. Die Schilder "Vorsicht Kinder" werden jedoch wieder auf beiden Seiten der Straße angebracht.

Zudem wurden beim Ortstermin nun die Parkplätze in der Greuther Straße festgelegt. Dort werden zwölf Stellplätze zwischen der Hauptstraße und dem Stämmbauersweg eingezeichnet. Strafzettel für Falschparker werde es ab nächstem Jahr geben, so Bürgermeister Schulz.

Außerdem informierte das Ortsoberhaupt, dass der Abtswinder Kindergarten die Auszeichnung "ÖkoKids" erhalten hat. Damit würdigt der Landesbund für Vogelschutz Einrichtungen für Kinder, die sich besonders mit Umweltthemen und Nachhaltigkeit auseinander setzen. Das bayerische Umweltministerium unterstütz das Projekt, eine Urkunde wird per Post zugesandt.