Kurz nach neun Uhr war es am gestrigen Dienstag soweit: Der Bagger rollte an und die lang ersehnten Abrissarbeiten an der ehemaligen Schule (altes Rathaus) in Escherndorf nahmen ihren Anfang. Martha Seitz, die unmittelbar neben der Baustelle wohnt, sprach von einem wichtigen Augenblick.

Das gelte sowohl für die Gemeinde Escherndorf als auch für die Stadt Volkach. Wenngleich sie nicht nur Freude, sondern auch Trauer empfindet. Schließlich ging sie in diesem Gebäude acht Jahre zur Schule, hatte mit dem Gebäude jahrelang eine gute Nachbarin und erlebte hier ihre Trauung mit Ehemann Franz im Jahre 1971 – die letzte offizielle Eheschließung im Volkacher Stadtteil. Aber der Blick geht nach vorne.

Den freiwerdenden Platz könne man optimal zur Dorfverschönerung nutzen, betont Seitz. Die Escherndorfer Bürgerin hat vor allem das lange Hinauszögern des Abrisses – erste Diskussionen gab es bereits vor über 30 Jahren – gestört. Andere Ortsbewohner hörte man regelrecht aufatmen: „Gott sei Dank, dass es endlich losgeht“. Die Abrissarbeiten werden sich über einen Zeitraum von zwei Tagen erstrecken.

Wenn der gut 42 000 Euro teure Abbruch abgehakt ist, könnte die geplante Platzneugestaltung beginnen. Was noch fehlt, ist das Gemeindehaus, über das sich Stadtrat und der örtliche Arbeitskreis Dorferneuerung noch einigen müssen.