Seit kurzem hat auch der Stadtteil Gnodstadt eine öffentliche Ladestation für Elektromobile. Zusammen mit dem Betreuer für kommunale Kunden des Energieversorgers N-Ergie, Jürgen Lang, nahm Bürgermeister Erich Hegwein die E-Tankstelle an der Kreuzung Channs und Wassergasse symbolisch in Betrieb.

Für die Stadt Marktbreit ist dies bereits die zweite Elektrotankstelle. Schon vor etwa drei Jahren wurde in der Stadt selbst, am Parkplatz am Main, die erste Stromtankstelle, dort zusammen mit einer Ladestation für E-Bikes, den Nutzern zur Verfügung gestellt. "Wenn man eine moderne Kommune sein will, braucht man auch moderne Technik", sagte Hegwein am Mittwoch. Neben den beiden Lademöglichkeiten hat die Stadt auch die Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Lampen umgestellt. Beide Landestationen bieten auch für die lokale Gastronomie eine Möglichkeit zur Werbung: Während die Gäste ihr Essen genießen, kann das Elektroauto geladen werden, sagte der Bürgermeister.

Schon im Jahr 2017, so Jürgen Lang, einigten sich die Stadt und der Energieversorger auf die Ladestation in Gnodstadt; der Förderbescheid für den staatlichen Zuschuss wurde im September des Jahres zugestellt. Allerdings musste für die Technik und die Bauausführung eine europaweite Ausschreibung erfolgen, was die Umsetzung verzögerte. Der Standort in Gnodstadt hat zwei gekennzeichnete Parkplätze für ladende Fahrzeuge und ist Teil des "Ladeverbunds plus" in dem rund 50 Energieversorger mit rund 400 Ladestationen organisiert sind.

Die Ladestation in Gnodstadt verfügt über zwei Typ2-Steckdosen mit je 22 Kilowatt Leistung. Die Ladesäulen im Verbund sind mit einem einheitlichen Zugangssystem ausgestattet, das unter anderem auch über das Mobiltelefon funktioniert. 30 Prozent der Kosten für die Station trägt die Stadt Marktbreit, das sind rund 4500 Euro. Etwa den gleichen Betrag zahlt die N-Ergie. Der staatliche Zuschuss beträgt 40 Prozent.