Die Anwohner der Großbaustelle in der Breslauer Straße in der Kitzinger Siedlung haben es zurzeit nicht leicht. Am Mittwochmorgen fielen die ersten kurz nach 5 Uhr aus dem Bett: Laster-Verkehr, Betonpumpen, laute Motoren hatten die Bewohner geweckt und für Ärger gesorgt, der sich beim Bauherrn, der Kitzinger Baugesellschaft mbH, entladen hat.

Die Geschäftsführerin der Bau GmbH, Rebecca Hick, erklärt, was die Ursache ist. In der Breslauer Straße entstehen momentan 59 neue Sozialwohnungen, eine der größten Baustellen hierzulande. Für die Mehrfamilienhäuser werden gerade die Betonplatten produziert. Die sind riesengroß, sagt Hick: etwa 300 Kubikmeter Beton pro Platte. Davon braucht das Bauprojekt vier. Zwei davon sind als künftige Keller geplant, deshalb müssen diese Platten besonders glatt werden.

Beton muss früh angeliefert werden

Damit das gelingt, darf es beim Eingießen des Betons nicht regnen. Und das sorgte am Mittwoch für das Problem. Nachdem das Wetter gut gemeldet war, entschied sich die Bau GmbH morgens zu betonieren. Weil die liefernde Firma aber schon einen Auftrag für 6 Uhr hatte, blieb nur, die Breslauer Straße schon um 5 Uhr zu bedienen, so schildert Hick den Ablauf. Den Lärm räumt sie ein: "Ich kann mich nur dafür entschuldigen", sagt sie zu den Beschwerden. 

Allerdings habe man bei der aktuellen Wetterlage wenig Spielraum: Sobald das Wetter passe, müssten die Betonlaster anrücken. Hätte die Bau GmbH die Betonplatten am Stück bauen lassen, hätte es dafür einen Tag und eine Nacht ununterbrochener Arbeiten bedurft. Das wäre nicht zumutbar gewesen, weiß auch Hick. Deswegen habe man die Plattengröße geteilt. Doch dann müsse man wenigstens morgens früh beginnen.

Hick hat nun eine schlechte und eine gute Nachricht für die Anwohner. Die schlechte: Wenn das Wetter passt, wird am Samstagmorgen noch einmal betoniert, wohl nicht ab 5, aber etwa ab 6 Uhr. Die gute: Danach sei das Thema Bodenplatte erledigt. Allerdings will die Geschäftsführerin der Bau GmbH nicht ausschließen, dass während des weiteren Bauverlaufs noch Belästigungen der Nachbarschaft vorkommen. Es handele sich schließlich um eine Großbaustelle. Hick bittet um Verständnis.