Es ist Jahr für Jahr in Fahr ein besonders Ereignis, wenn die Pilger aus der Pfarrei von ihrer zweitägigen Fußwallfahrt nach Vierzehnheiligen wieder in ihrem Heimatort eintreffen. So auch am vergangenen Sonntagabend, wo sie von ihren Angehörigen, Freunden und Bekannten am Ortseingang von Gaibach kommend empfangen wurden.

Ihren Abschluss fand die Wallfahrt mit dem feierlichen Schlusssegen durch Pfarrer Hermann-Josef Schöning in der Pfarrkirche. Er begrüßte die Pilgerschar, die sich unter der Leitung von Andreas Meusert und Michael Krieger auf den 80 Kilometer langen Fußmarsch zum oberfränkischen Gnadenort begeben hatte. Die Wallfahrt geht auf ein Pest-Gelöbnis ihrer Vorfahren aus dem 17. Jahrhundert zurück.

Andreas Meusert sagte bei der Rückkehr, dass die Wallfahrt gut verlaufen sei; es habe keinerlei Zwischenfälle gegeben und auch die Witterung stellte die Pilger vor keine größeren Probleme. Er dankte den Vorbeterinnen Jessica Nowak, Selina Dittmann, Margarete Meusert, Rita Meusert sowie Vroni und Margit Dittmann genauso wie den Mitgliedern der Fahrer Musikkapelle. Mit Freude registrierte er etliche Jugendliche unter den 75 Pilgern, die durch ihre Teilnahme ihr Interesse an einem Fortbestehen der Wallfahrt bekundeten.

Diese wurde zum 36. Mal seit 1981 organisiert. Zuvor gab es von 1960 bis 1980 nur Busfahrten von Fahr nach Vierzehnheiligen. Jüngster Teilnehmer war der zwölfjährige Joshua Krapf, der bereits zum dritten Male dabei war.

Ein Jubiläum feierte auch Wallfahrtsleiter Andreas Meusert. Er legte zum 35. Mal den Weg nach Vierzehnheiligen zurück, davon 26 Mal als Wallfahrtsleiter. Neun Personen liefen zum ersten Mal als Pilger mit. Zwölf Männer und Frauen wurden für ihre langjährige Wallfahrtsteilnahme geehrt. Das waren neben Andreas Meusert, dessen Ehefrau Rita, die 32 Jahre lang als Leiterin des Vorbeterteams dabei war, folgende Personen: Elisabeth Koßner (sie war 25 Mal dabei), Markus Lukas, Renate Meusert, Armin Schmitt und Irene Schreck (alle 14) sowie Michael Lukas, Irene Lutz, Katharina Schmitt, Sophia Schmitt und Petra Wehner (alle 7).

Pfarrer Hermann-Josef Schöning dankte den Pilgern. Sie hätten am Wallfahrtsort die Anliegen der Welt, der Kirche, der Pfarrgemeinde und ihrer Familien, Freunden und Bekannten vorgebracht.