Einen Kilometer Schwimmen, zehn Kilometer Radfahren und dann ein ruhiges Händchen am Lichtgewehr behalten: Dieses sportliche Dreigespann macht den Sulzfelder Familientriathlon aus. Am Sonntag fanden sich trotz regnerischem Wetter und kühlen Temperaturen 74 Teilnehmer am Mainufer ein.

Um 10 Uhr herrschte Aufregung am Sulzfelder Strand. Die Boote der Wasserwacht hatten Position im Main bezogen und die Teilnehmer hatten sich im noch knietiefen Wasser versammelt, um auf den Startschuss zu warten. Kurz vorher war die Veranstaltung eröffnet wurden. Landrätin Tamara Bischof, Bürgermeister Gerhard Schenkel und der Kreisgeschäftsführer des Roten Kreuzes, Harald Erhard, zogen vor den Teilnehmern symbolisch ihren Hut und lobten die Wasserwacht für die Aktion.

Nur in Badehose oder mit Schwimmweste geschützt, stürzten sich die Mutigen in die Fluten, um mit der sanften Strömung in Richtung Markstefter Strand zu schwimmen.

Die Wasserwacht hatte für diesen ersten Teil des Triathlons kurzzeitig den Main für die Schifffahrt gesperrt und war mit Booten und Tauchern ausgerüstet, stets bereit in einem Notfall einzuschreiten. Glücklicherweise kamen jedoch alle Teilnehmer sicher wieder auf das gegenüberliegende Festland, wo bereits die Fahrräder und damit der nächste Teil des Triathlons warteten.

Schnell auf die Drahtesel geschwungen ging es nun nach Kitzingen, dort über die Südbrücke wieder zurück nach Sulzfeld, wo die Zeit genommen wurde. Der erste Teilnehmer fand sich bereits nach rund 35 Minuten wieder in Sulzfeld ein.

Von hier konnten sich die Teilnehmer nun gemütlich auf den Weg in Richtung Bauhof bewegen, wo nicht so sehr Geschwindigkeit, sondern mehr das Geschick gefragt waren. Mit dem Lichtgewehr galt es, auf Zielscheiben zu schießen. Wer auch diese Hürde geschafft hatte, konnte auf dem Bauhofgelände bei Getränken und Leckereien vom Grill wieder Kräfte tanken. Hier fand um 16 Uhr schließlich im Rahmen des Sommerfestes der Sulzfelder Wasserwacht auch die Siegerehrung statt.

Der Triathlon-Beauftragte der Sulzfelder Wasserwacht Thomas Lindörfer zeigte sich stolz über die vielen Teilnehmer.

"Wir hatten zwar in den Vorjahren auch einmal 126 Teilnehmer, aber für das Wetter sind 74 ein stolzes Ergebnis." Mit dem Triathlon wolle man vor allem die Bevölkerung an das Schwimmen und an den Main hinführen. "Wir haben festgestellt, dass gerade bei Schülern die Schwimmfähigkeit gering ist", erklärt Lindörfer. Außerdem würden sich viele Menschen nicht trauen, im Main zu schwimmen. Dies sei jedoch wichtig, um anderen Menschen zu helfen, die im Main in Not geraten sind.

"Beim Triathlon haben die Teilnehmer die Möglichkeit, in einer sicheren Situation ein Feeling für die Strömung zu bekommen", erklärt der Beauftragte der Wasserwacht. Außerdem seien die Sicherungsmaßnahmen für die Wasserwacht eine gute Einsatzübung.

Der Triathlon wird bereits seit sieben Jahren von der Sulzfelder Wasserwacht veranstaltet. Hilfe bekommen sie dabei von den Wasserwachten aus Volkach, Kitzingen und Dettelbach. Weitere Kooperationspartner sind die Sulzfelder Schützen, die das Schießen mit dem Lichtgewehr durchführen und die Sparkasse Mainfranken.
Wer sich für die Arbeit der Wasserwacht interessiert, findet auf der Homepage www.wasserwacht-sulzfeld.de Informationen rund um die Ortsgruppe.