Für 70 Mitglieder der Feuerwehren aus Repperndorf, Hoheim, Hohenfeld, Sickershausen und der Stadt Kitzingen fiel die Nacht auf Sonntag etwas kürzer aus als für die meisten Kitzinger. Um acht Uhr riefen die Piepser und Sirenen zum Übungseinsatz.

Ziel war das landwirtschaftliche Anwesen der Familie Oerter in der Eisgasse 18 in Repperndorf. Mit zehn Einsatzfahrzeugen rückten die Frauen und Männer an. Das Übungsszenario ging von einem Heizungsdefekt im Keller aus, bei dem sich ein Brand entwickelte, der auf die angebauten Scheunen übergriff. Der Hausbesitzer und mit ihm weitere Personen, die sich auf dem Grundstück aufhielten, galten als vermisst.

Während die Repperndorfer, ausgerüstet mit Atemschutzgeräten einen Erstangriff in der alten Brennerei und im Heizungskeller des Hauses starteten und schnell einen der Vermissten fanden und bargen, wurden sie von den Kitzingern beim Löschangriff und der Vermisstensuche unterstützt. Ein weiterer Trupp aus Kitzingen übte die Befreiung einer von einem Anhänger eingeklemmten Person. Die nach und nach eintreffenden Wehren aus Hoheim, Hohenfeld und Sickershausen mussten zunächst eine zusätzliche Wasserversorgung von der Zisterne unter dem Repperndorfer Gerätehaus und vom aufgestauten Bach, von der Scheinerei Schlossnagel bis zum Brandobjekt aufbauen, bevor sie sich ebenfalls an der Suche nach Vermissten und den Löscharbeiten beteiligten.

Einsatzleiter war der Repperndorfer Kommandant Günter Gimperlein. Beobachtet wurde die Übung von Stadtbrandinspektor Engelbert Scherer, Oberbürgermeister Siegfried Müller, Feuerwehrreferentin Rosemarie Richter und Stadtrat Friedrich Haag. Rund zwei Dutzend Repperndorfer, darunter viele Kinder, verfolgten interessiert das feuchte Spektakel. Nach einer knappen Dreiviertelstunde kam das Kommando Übungsende und nach der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft die durchwegs positive Manöverkritik, samt verdienter Brotzeit.