Einen Überblick zur aktuellen Situation im Abtswinder Gemeindewald lieferten die zuständigen Förster Klaus Behr und Matthias Lunz vom Staatlichen Forstamt im Abtswinder Gemeinderat.

Dabei berichteten sie dem Gremium um Bürgermeister Jürgen Schulz, dass die Nachfrage nach Brennholz leicht stagnierte. Statt der beabsichtigten 800 Festmeter Holz wurden vergangenes Jahr nur 618 Festmeter eingeschlagen, was sich allerdings positiv auf den Fünf-Jahres-Schnitt des Holzeinschlags auswirke. Bisher lag die Gemeinde etwas über dem festgelegten Hiebsatz.

Einige Bäume mussten gefällt werden

Holz geerntet wurde zuletzt hauptsächlich in den Waldstücken Donnerloch und Oberend. Außerdem musste der Kreisbauhof auf Abtswinder Gemarkung entlang der Kreisstraße zum Friedrichsberg einige Bäume fällen, um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen.

Zudem teilten die Förster mit, dass sich die befürchteten Ausfälle durch Borkenkäferbefall in Grenzen hielten. Etwa 50 Festmeter Käferholz wurden aus den Wäldern entfernt, zehn Festmeter mussten aufgrund eines Windwurfs geerntet werden.

Dazu wurde fleißig gepflanzt, insgesamt 6775 kleine Bäumchen sollen im Gemeindewald in den Bereichen Donnerloch, Oberend und Roter See sprießen – insgesamt sechs Hektar zur Kultursicherung. 3500 Meter wurden abgebaut, dagegen mussten 750 Meter an neuer Stelle wieder aufgestellt werden.

 

2017 dürfte der Wald wieder Plus abwerfen

Der Abtswinder Gemeindewald dürfte 2017 wieder ein kleines Plus abwerfen. Für das nächste Jahr rechnet die Kommune mit Einnahmen von 56 500 Euro aus der Holzernte, die Ausgaben sind mit 14 240 Euro kalkuliert. Für Aufforstungen sind 6248 Euro vorgesehen, die Pflegemaßnahmen stehen mit 7660 Euro im Plan.

Für die Förster und sonstige Maßnahmen, wie die Bekämpfung des Staudenknöterichs, wird mit 17 340 Euro gerechnet. Die Gemeinde kann nach Ansicht der Fachleute mit 9888 Euro an Fördergeldern rechnen.