Wie schon in den vergangenen Jahren setzt Mainstockheim auch 2015 konsequent auf Schuldenabbau, ohne auf notwendige Investitionen zu verzichten. Dies geht aus den Eckdaten des Haushaltsplans hervor, den der Gemeinderat am Donnerstagabend einstimmig beschlossen hat.

Der Haushalt 2015 sieht ein Gesamtvolumen von 5,332 Millionen Euro vor; das sind rund 7,73 Prozent mehr als 2014. Der Ansatz des Verwaltungshaushaltes beläuft sich auf 3,473 Millionen, der des Vermögenshaushaltes auf 1,858 Millionen Euro.

Aktuell beträgt der Schuldenstand der Gemeinde 2,228 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1384 Euro entspricht. Durch die Tilgung soll der Schuldenberg bis Ende 2015 auf 2,212 Millionen Euro reduziert werden (1303 Euro pro Einwohner). Der Landesdurchschnitt liegt bei 689 Euro.

Da in den kommenden drei Jahren bei einem laufenden Darlehen die Zinsbindung ausläuft, wurden vorsorglich 171 600 Euro im Haushalt eingestellt, um dieses Darlehen vorzeitig tilgen zu können. Damit würde sich die Verschuldung weiter verringern – auf 1214 Euro pro Kopf.

Die Rücklagen betrugen zum 1. Januar 53 200 Euro. Betrachtet man die Einnahmesituation der Gemeinde, so bringen die Beteiligung an der Einkommenssteuer mit 814 700 Euro und die Schlüsselzuweisung mit 576 800 Euro die größten Beträge in die Kasse.

Auf der Ausgabenseite des Verwaltungshaushaltes schlagen die Kreisumlage mit 634 500 Euro, die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft mit 277 000 Euro oder die Schulverbandsumlage mit 146 600 Euro zu Buche. Zinszahlungen sind für 91 800 Euro fällig und für den Betrieb der Fähre sind 112 700 Euro veranschlagt.

Die Baustellen

Im Vermögenshaushalt sind die Investitionen veranschlagt. Der größte Brocken ist darin der geplante Umbau des Bauhofes mit einer Summe von 490 000 Euro. Für die Sicherung der Trinkwasserversorgung wird die Gemeinde 300 000 Euro ausgeben, für die Fassaden und die Treppenrenovierung an der Schule 55 000 Euro. 50 000 Euro sind für einen Stellplatz im Feuerwehrhaus eingestellt und 20 000 Euro für Planungskosten zur Sanierung des ehemaligen Gasthauses Stern.

Als Zuführung an den Vermögenshaushalt sind 307 400 Euro veranschlagt. Zieht man davon die vorgeschriebene Mindestzuführung ab (156 000 Euro), bleibt der Gemeinde 2015 eine freie Finanzspanne von 151 400 Euro. Für 2015 sind weder eine Kreditaufnahme, noch eine Erhöhung der Grundsteuern und der Gewerbesteuer geplant.

Einsparungen könnten auch neue Leuchten in der Mehrzweckhalle bringen. Hier muss noch entschieden werden, ob die defekten Beleuchtungsröhren samt Vorschaltgeräten ausgetauscht oder durch neue, moderne und stromsparende LED-Leuchten ersetzt werden. Letztere würden lediglich halb soviel Strom verbrauchen als die bisherigen Lampen. Vor einer Entscheidung soll geprüft werden, ob es einen Zuschuss für den Austausch gibt.