Vergangenen Herbst fiel der Termin wegen Dauerregen aus, jetzt wird die Eröffnung am 29. Mai nachgeholt: Die HSG Volkach erfüllt sich den Traum von einem Beach-Handballplatz. Dazu Fragen an Lisa Mahler. Die 29-Jährige spielt Handball in der zweiten Damen-Mannschaft, ist Handball-Schiedsrichterin und dritte Vorsitzende.

Frage: Warum sollte es am 29. Mai besser nicht regnen?

Lisa Mahler: Ein Sommerfest mit Beachflair verträgt keinen Regen. Außerdem will ja keiner, dass der Vatertag ins Wasser fällt. Wir haben schon Stoßgebete in den Himmel geschickt, dass es trocken bleibt!

Wenn's doch regnet?

Mahler: Im September haben wir das Beach-Opening abgesagt und auf Mai 2014 verschoben. Dieses Mal wird das Turnier auf jeden Fall stattfinden. Zur Sicherheit haben wir an genügend Zelte gedacht.

Wie groß war die Enttäuschung, als der erste Anlauf im Herbst nicht klappte?

Mahler: Sehr groß, denn wir hatten so viel im Vorfeld organisiert. Es war ärgerlich, dass wir zwei Tage vorher alles absagen mussten.

Beachvolleyball kennt man – was ist Beachhandball?

Mahler: Auf jeden Fall ein Riesenspaß. Es ist nicht viel anders als Handball in der Halle – nur mit vereinfachten Regeln. Das Tippen des Balls auf dem Boden fällt weg. Es ist Körpereinsatz gefordert, man kann sich schön in den Sand schmeißen.

Wer hatte die Idee mit dem Platz?

Mahler: Den Wunsch, einen Beachplatz zu bauen, hatte die HSG schon immer. Beachhandball ist in den vergangenen 15 Jahren sehr populär geworden.

Geht ein Traum in Erfüllung?

Mahler: Ein eigener Beachplatz – wenn das mal kein Traum ist! Es macht einfach Spaß, auch im Sommer draußen Training machen zu können und dabei nicht auf Handball verzichten zu müssen.

Was versprechen Sie sich von dem Platz?

Mahler: Tolle Trainingseinheiten und Beachhandballspiele. Zur Zeit gibt es samstags um 17 Uhr ein offenes Beachhandballspiel, zu dem alle HSG-Mitglieder eingeladen sind. Es wird in gemischten Mannschaften gespielt. Das stärkt den Vereinsspirit.

Wie groß ist der Platz?

Mahler: Das Handballfeld ist 27 mal zwölf Meter, der gesamte Beachplatz ist 33 mal 20 Meter.

Wie viele Arbeitsstunden gingen drauf?

Mahler: Viele Stunden, das konnten wir gar nicht zählen. Es waren viele fleißige Helfer beteiligt, ohne die der Beachplatz nicht so schnell fertig geworden wäre.

Wie viel Sand wurde benötigt?

Mahler: 400 Tonnen.

Wie kommt man an den Sand?

Mahler: Den Sand haben wir aus Hirschau. Es handelt sich hierbei um den 'Mercedes' unter den Sand-Sorten und heißt 'Karibik-Beach-Sand'.

Wie sieht die künftige Nutzung aus?

Mahler: Um die Nutzung des Beachplatzes zu koordinieren, gibt es einen Belegungsplan. Die Volkacher Volleyballer werden den Platz auch nutzen. Der Umbau vom Handball- zum Volleyball-Feld geht schnell.

Noch ein Wort zur HSG – wie viele Handball-Mannschaften gibt es?

Mahler: Zehn, verteilt auf den Erwachsenen- und Jugendbereich. Foto: Ellen Hünting