Gewählt sind sie seit sechs Wochen. Seit dem 1. Mai sind auch die sieben Neuen offiziell Stadträte. Am Dienstag, 6. Mai, werden sie in der konstituierenden Sitzung vereidigt. Der Stadtrat startet in die bis 2020 dauernde Wahlperiode.

Mit der Wahl am 16. März sind sieben Neue in den Stadtrat eingezogen. Dietrich Hermann und Uwe Pfeiffle (Freie Wähler) stellen die Hälfte der Fraktion der Freien Wähler. Stephan Küntzer, Carlo Bank und der OB-Kandidat Stefan Güntner verjüngen die achtköpfige Fraktion der CSU. Bianca Tröge sorgt dafür, dass die ÖDP jetzt auch offiziell mit drei Stadträten den Fraktionsstatus hat. Dazu kommt Uwe Hartmann, der als Einzelkämpfer erstmals für die Bayernpartei im Stadtrat sitzt.

Die restlichen 23 Räte sind mehr oder weniger alte Hasen, was auch dafür sorgt, dass der Stadtrat auf ein Durchschnittsalter von gut 57 Jahren kommt. Oberbürgermeister Siegfried Müller, nach dem Sieg in der Stichwahl gegen Stefan Güntner weitere sechs Jahre im Amt, macht das Gremium komplett und hat die 31. Stimme im Stadtrat.

Wie ein Blick auf die Grafik zeigt, kommen die meisten der Stadträte aus dem Stadtgebiet und der Siedlung, aber auch Etwashausen ist mit fünf Räten gut vertreten. Das gilt auch für die Stadtteile Repperndorf und Hohenfeld, für die Dietrich Hermann und Hiltrud Stocker im Stadtrat sitzen.

Anders sieht es in Hoheim und Sickershausen aus. Weil kein Kandidat aus den beiden Stadtteilen den direkten Sprung in den Stadtrat geschafft hat, wurden mit Anna Schlötter und Dieter Pfrenzinger noch zwei Ortssprecher gewählt. Schlötter wird die Interessen Sickershausens vertreten, Pfrenzinger die von Hoheim. Beide kennen das Geschäft, dürfen zwar mitreden, haben aber im Unterschied zu den regulären Stadträten kein Stimmrecht.

Damit ist die Besetzung des neuen Stadtrats klar, die Postenverteilung aber noch nicht. Die Frage, wer werden die beiden Stellvertreter, wer die Fraktionsvorsitzenden und wer die Referenten, wird in der konstituierenden Sitzung geklärt. Die beginnt um 17 Uhr.

Wie die Erfahrung zeigt, sind diese Sitzungen schon immer für Überraschungen gut gewesen. Auch wenn es bisher so aussieht, als ob Stefan Güntner von der CSU für die stärkste Fraktion zum ersten Stellvertreter wird und Manfred Marstaller für die UsW als zweite Kraft zum zweiten Bürgermeister.