Wie schon seit vielen Jahren Tradition fand nach einer coronabedingten Auszeit in 2020 glücklicherweise in diesem Jahr die Fohlenschau des Pferdezuchtvereines Schwarzenau in Zusammenarbeit mit dem fränkischen Pferdezuchtverband wieder statt, natürlich unter Einhaltung aller gebotenen Hygieneregeln.

Das bedeutete, wir mussten einige Einschränkungen hinnehmen. So konnten wir keine Zuschauer einladen, es gab keine Siegerehrung, die Stuten und Fohlen zur Eintragung beziehungsweise Bewertung kamen nach einem genauen Zeitplan auf das Gelände und mussten danach auch gleich wieder den Heimweg antreten.

Das gemütliche Beisammensein bei Kaffee und Kuchen und fachlichen Gesprächen fiel auch aus. Glücklicherweise hatten die Familien Kautz und Weniger vom nahen Campingplatz Schnitzel- und Bratwurstsemmeln „to go“ im Angebot, sodass keiner der Pferdeleute hungrig nach Hause fahren musste.

Die Mannschaft des Lehr-, Versuchs- und Fachzentrums Schwarzenau unter der fachkundigen Aufsicht ihres Chefs Thomas Schwarzmann hatte gewohnt routiniert den Auf- und Abbau auf dem Platz vorgenommen. An der Schau selbst sorgten die Mitglieder des Pferdezuchtvereines zum Beispiel beim Ein- und Auslass dafür, dass alles ohne Komplikationen ablaufen konnte.

Der Wettergott schickte ein angenehmes Sommerwetter, sodass sich gut 30 ganggewaltige Deutsche Sportpferde- und ein Haflingerfohlen mit ihren Müttern optimal auf der Dreiecksbahn präsentieren und viele Punkte und Prämierungen mit nach Hause nehmen konnten.

Bei den Warmblutpferdedamen hatte ein Fohlen v. For Gold/Samba Hit I (Züchter Hans und Heidi Volkert, Rittersbach) die meisten Punkte errungen, bei den jungen Herren gelang dies gleich zweien, nämlich einem Hengstchen v. Fürst Jazz/Quasi Gold MD (Züchterin Cordula Kaus, Heidenheim) und einem Fohlen v. Che Guevara/Lone Star (Züchter Stephan Trukenbrod, Sonnefeld).

Ein weiterer Höhepunkt der Fohlenschau war die Ehrung von Heidi und Hans Volkert aus Rittersbach. Familie Volkert ist Züchter des weltweit hoch erfolgreichen DSP-Wallachs Sammy Davis jr. v. San Remo/Wenckstern und drei weiterer siegreicher Dressurpferde. Sammy Davis jr. war unter seiner ständigen Reiterin Reitmeisterin Dorothee Schneider unter anderem Mannschaftseuropameister 2017 und Mannschaftsweltmeister 2018.

Georg Ochs, erster Vorsitzender des bayerischen und des fränkischen Pferdezuchtverbandes, und Günter Fendel, erster Vorsitzender des Pferdezuchtvereines Schwarzenau überreichten mit launigen Worten die Wanderstandarte, eine Pferdeskulptur zum Verbleib bei den Züchtern und einen großen Blumenstrauß.

Die hohe Politik konnte in diesem Jahr nur zu einer Stippvisite vorbeikommen, 1. Vorsitzender Günter Fendel begrüßte die stellvertretende Landrätin aus Kitzingen Frau Doris Paul und den Bürgermeister von Schwarzenau Herrn Volker Schmitt. 

In der Hoffnung, sich im nächsten Jahr wieder in gewohnter Weise an dieser Stelle treffen zu können, fuhren die stolzen Züchter nach Hause.

Von: Erdmuthe Hummel, Schriftführerin PZV Schwarzenau.