Durch den Zusammenschluss 1998 der Großmärkte Albertshofen mit vorwiegend Treibhausanbau und Gundelfingen mit Feldgemüsebau entstand die Gartenbauzentrale Main-Donau (GMD). Im September 2016 wurden Albert aus Albertshofen in „Franggn“ und Gundel aus Gundelfingen in „Schwoba“ als „Albert und Gundel“ – die offizielle Marke der GMD – aus der Taufe gehoben – und es geht weiter bergauf.

Diese Genossenschaftsidee und –praxis wurde am 30. November 2016 als erster deutscher Beitrag in die Unesco-Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen, berichtete voller Stolz der stellvertretende Geschäftsführer der GMD, Kai Fuchs, in der Generalversammlung in der Gartenlandhalle Albertshofen.

2016 haben die 26 Gartenbaubetriebe in Albertshofen, Bergtheim, Mainsondheim, Segnitz, Sommerhausen und Etwashausen sowie 17 Gartenbaubetriebe in Gundelfingen 26 000 Tonnen Gemüse vermarktet mit einem Verkaufserlös von 26 194 Millionen Euro. „Durch Mehrmengen und erhöhte Preise ist das eine Steigerung um 8,2 Prozent“, freute sich Fuchs. 33 434 Paletten mit Gartenbauprodukten wurden in den beiden Standorten Albertshofen und Gundelfingen umgeschlagen.

„Die Entwicklung im vergangenen Jahr war sehr gut, der Absatz gesichert. Unser Gemüse wird hauptsächlich in einem Radius von 150 Kilometern verkauft. Diese regionale Vermarktung ist ein Dauerbrenner und läuft sehr gut, die Entwicklung in der Gemüsebausituation ist so gut wie noch nie.“

Salatgurke besonders beliebt

Unter den Top zehn in der GMD standen als Hauptumsatzträger die Salatgurke mit 2838 Tonnen und einem Erlös von 2 351 836 Euro, gefolgt von 950 Tonnen Treibhaus-Strauchtomaten mit einem Erlös von 1 479 388 Euro an der Spitze. Erfreulich sei der Zucchinianbau, der um 32 Prozent auf 598 Tonnen zunahm, der Umsatz stieg um 72 Prozent auf 458 680 Euro.

Hauptumsatzträger in Gundelfingen waren die Karotten mit einem Zuwachs von 31 Prozent, die Petersilienwurzeln mit 43 Prozent und der Chicoree mit 16 Prozent. Sorgen bereitete das Rotkraut mit einem Minus von 34 Prozent.

Der Geschäftsführer Achim Poetschke betonte, dass man im Wettbewerb durch Regionalität sehr viel aufholen konnte. Durch den Generationenwechsel sowohl in Albertshofen als auch in Gundelfingen seien neue Betriebe dazu gekommen, dadurch würden die Zukunftsperspektiven steigen.

Georg Huth vom Genossenschaftsverband Bayern erläuterte die Einnahmen und Ausgaben des Geschäftsjahres 2016. Wenn auch größere Investitionen in Gebäude, technische Anlagen, Geschäftsausstattung, Fuhrpark und zur Modernisierung von Maschinen für neue Verpackungsanlagen anstanden, erzielte die Gartenbauzentrale Main-Donau durch gute Geschäfte ein besseres Ergebnis und es blieb ein vorläufiger Bilanzgewinn von 172 000 Euro übrig.

Die Wahlen für den Vorstand und den Aufsichtsrat ergaben folgendes Ergebnis:

Turnusgemäß scheiden nach drei Jahren aus dem Vorstand Wolfgang Höhn (Albertshofen), Georg Bücher (Gundelfingen) und André Busigel (Albertshofen) aus. Aus dem Aufsichtsrat scheiden Rosa Neubert (Etwashausen), Rainer Miebach (Albertshofen) und Hermann Steidle (Gundelfingen) aus. Alle wurden einstimmig für die nächsten drei Jahre wiedergewählt.