Sie waren dort angetreten, wo sie normalerweise nur auf Befehl Zutritt haben: im Unteroffizierskasino. Dort leisteten die 22 Rekruten, darunter einige Frauen, der 5. Kompanie des Logistikbataillons in der Mainfrankenkaserne Volkach ihr feierliches Gelöbnis – traditionell am Ende der dreimonatigen Grundausbildung ihrer freiwilligen Dienstzeit.

Das Gelöbnis nahm den Rekruten der stellvertretende Kommandeur, Oberstleutnant Ralf Stachowiak, ab. Der Kommandeur selbst, Oberstleutnant Patrick Dohmen, befindet sich mit einem Teil der Soldaten noch im Auslandseinsatz. Eingeladen waren neben den Angehörigen und Freunden auch die Bürgermeister der Patengemeinden sowie Volkachs zweite Bürgermeisterin Gerlinde Martin als Vertreterin für die Garnisonsstadt. Einmal mehr sorgte das fünfköpfige Kammerensemble des Heeresmusikcorps Veitshöchheim für den wichtigen musikalischen Teil.

Auch wenn es aufgrund der Uniformen nicht für jeden auf den ersten Blick erkennbar sei, so Stachowiak in seiner Ansprache, „so unterscheiden Sie sich doch hinsichtlich Ihrer Herkunft, Ihres Alters, Ihrer schulischen und beruflichen Vorausbildung und teilweise auch in Ihrem Glauben.“ Eines jedoch würde sie alle einen, nämlich das gemeinsame Bekenntnis zu einem staatsbürgerlichen Auftrag: der Bundesrepublik Deutschland als Heimat treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Psychisch und physisch habe ihnen die Ausbildung einiges abverlangt, mit der ein oder anderen entbehrungsreichen Woche. „Dadurch jedoch haben Sie bereits jetzt Erfahrungen für Ihr ganzes Leben gesammelt, und nicht selten erwachsen aus gegenseitigem Respekt und Kameradschaft tiefe, lebenslange Freundschaften“, so der Oberstleutnant.

Die Soldaten seien in Volkach fest verwurzelt, betonte Gerlinde Martin in ihrer Rede. Nur mit einer starken Bundeswehr in einer starken NATO sei es möglich, Terroristen wie dem sogenannten IS entgegen zu treten. „Sie leisten freiwillig Ihren Dienst für den Frieden, und das Friedensbedürfnis weltweit ist sehr hoch“, so Martin weiter. Daher bekenne sich die Stadt Volkach zu ihrem Standort, und die stellvertretende Bürgermeisterin zollte den Soldaten Respekt und Anerkennung für ihre Arbeit.

„Ich hoffe, Sie verleben eine sinnvolle Zeit bei der Bundeswehr in Volkach, ich wünsche Ihnen viele schöne Begegnungen“, schloss sie ihre Rede.