Es wird Zeit, im Kalender 2015 einige Termine festzumachen. Fünf Jahre nach der letzten Aufführung im Sommer 2010 wird in diesem Jahr die Häckerchronik in Kitzingen wieder aufgeführt – mit einer neuen Szene rund um den Bau des Rathauses. Etwa 100 Laienschauspieler werden Szenen aus der Stadtgeschichte präsentieren.

Die Pflichttermine nicht nur für Kitzinger stehen in der Zwischenzeit fest. Premiere wird am Freitag, 24. Juli, sein. Weitere Aufführungen gibt es am 25., 29 und 31. Juli sowie am 1. und 2. August. Aufführungsort ist – wie bei den vergangenen Vorstellungen des Gangs durch die Kitzinger Stadtgeschichte – der Hof der Wirtschaftsschule.

Verträge geschlossen

Wie das Hauptamt im Rathaus vor kurzem im Stadtrat informierte, sind die Verträge über Bühne, Licht und Ton abgeschlossen. Der Onlineverkauf ist in Vorbereitung und wird demnächst starten. Schon vor Monaten hatte der Stadtrat den Weg für das „kulturelle Highlight“, wie Kulturreferentin Brigitte Endres-Paul die Aufführung bezeichnete, frei gemacht. Insgesamt 56 000 Euro an Ausgaben werden in den Haushalt eingestellt, an Einnahmen durch Eintrittsgelder werden 15 000 Euro angesetzt.

Regie wird auch in diesem Jahr wieder – inzwischen zum neunten Mal – Helmut Fuchs führen. Der Kulturpreisträger der Stadt Kitzingen ist seit der Wiederaufnahme der Häckerchronik im Jahr 1981 Regisseur. Seit Anfang der 90er Jahre gibt es nach einem Beschluss des Stadtrats den Fünf-Jahres-Rhythmus.

Bei den Aufführungen kann der Regisseur sich auf einen festen Stamm von Schauspielern des Vereins Häckerbühne Kitzingen verlassen. Die Häckerbühne hatte sich im März 2002 gegründet. Ziel: Fit bleiben zwischen den Aufführungen der Chronik. Dafür gibt es zwei Inszenierungen pro Jahr, von Komödien bis zu Krimis, alles dabei. Inzwischen wurden unter der Regie von Fuchs über 20 Theaterstücke in der Regel im Dekanatszentrum aufgeführt.

Die Häckerchronik wurde 1951 zur 1200-Jahrfeier der Stadt zum ersten Mal aufgeführt, geschrieben hat sie der Kitzinger Mundartdichter Engelbert Bach. Mit der Zeit wurden zusätzliche Szenen eingebaut, beispielsweise die Einführung des Weingesetzes oder das Treiben rund um die Hill-Billy-Bar und die Amerikaner in der Nachkriegszeit.

Diesmal kommt eine neue Szene von Fuchs dazu. Sie erzählt die Entstehungsgeschichte des Kitzinger Rathauses. Die Geschichte hatte die Häckerbühne bereits im November 2013 anlässlich des 450-jährigen Rathausjubiläums vorgestellt, allerdings in einer deutlich längeren Version.

Informationen zur Häckerbühne und zur Häckerchronik gibt es im Internet unter www.haeckerbuehne.de.