Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ kann in diesem Jahr auf eine Geschichte von 175 Jahren zurückblicken.

Am 2. Februar 1846 wurde das Hilfswerk in Aachen gegründet. Den Anstoß gab Auguste von Sartorius, ein 15-jähriges Mädchen, das damals von Kindern in Not in China erfahren hatte. Unter dem damaligen Namen „Verein der heiligen Kindheit“ nahm die Hilfe für Mädchen und Jungen in aller Welt ihren Anfang in Aachen. Der Leitgedanke damals wie heute: „Kinder helfen Kindern!“ 1922 erhob Papst Pius IX. den Verein zum Päpstlichen Werk mit dem Namen „Päpstliches Missionswerk der Kinder in Deutschland“, heute heißt es das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und ist die weltweit größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder.

Mehr als 1600 Projekte für Not leidende Kinder weltweit werden jährlich vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ unterstützt. Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 79  Millionen Euro standen dem Hilfswerk der Sternsinger 2019 für seine Arbeit zur Verfügung. Gefördert wurden Projekte in 108 Ländern. Neben der Förderung der Kinder-Hilfsprojekte zählen der Einsatz für die Rechte von Kindern weltweit sowie die Bildungsarbeit zu den Aufgaben.  

Die Durchführung des diesjährigen Dreikönigssingens war durch die Pandemiesituation erheblich erschwert worden. Zum Schutz vor Infektionen entschlossen sich die meisten Kirchengemeinden in diesem Jahr keine Kinder und Jugendlichen an die Haustüren zu schicken, um den Segen zu bringen und um Spenden zu bitten.

Fantasie war gefragt, um dennoch die Anliegen des Kindermissionswerks zu erfüllen. In der katholischen Pfarrei St. Veit in Iphofen wurden in diesem Jahr die Aufkleber mit dem Segensspruch „20*C+M+B+21“ mit dem Weihnachtspfarrbrief verteilt und am Dreikönigstag an den Kirchentüren Spendenkörbe aufgestellt, in die die Gottesdienstbesucher 410 Euro legten. Die katholische Pfarrgemeinde St. Laurentius von Dornheim bereitete Päckchen mit Segensspruch und Informationsmaterial vor, die man sich in der offenen Kirche abholen konnte. Trotz der großen Einschränkungen kam eine Spendensumme in beiden Orten von rund 2000 Euro zusammen.

Im Vergleich zu den Vorjahren sind es deutlich weniger Spenden, die über die Pfarrgemeinden gesammelt werden konnten. Gleichzeitig gab es jedoch auch die Möglichkeit der Direktüberweisung und einen Spendenaufruf über die Homepage „sternsinger.de“. Zum Jahresende, wenn die Vorbereitung für das Dreikönigssingen 2022 beginnt, wird das Kindermissionswerk auch das Gesamtergebnis und einen Rechenschaftsbericht dem Informationsmaterial für die zahlreichen Sternsinger-Kinder in den Pfarreien beilegen.

Von: Peter Segna, Pastoralreferent im Katholischen Seelsorgebereich Dreifrankenland im Steigerwald