120 Beschäftigte bei Schaeffler in Kitzingen folgten am Montag einem Warnstreikaufruf der IG Metall. Sie beendeten ihre Arbeit zwei Stunden vor dem üblichen Schichtende, und traten nach einer kurzen Aktion vor dem Werkstor den vorzeitigen Weg in den Feierabend an.

Beschäftigte bei Schaeffler am Standort in Kitzingen beteiligten sich erstmals an Warnstreiks der IG Metall, heißt es in einer Pressemitteilung der IG Metall Würzburg. Schaeffler betreibt seit Juni 2018 einen Logistikstandort in Kitzingen. Schaeffler Betriebsratsvorsitzender Michael Sobeck: „Die große Unterstützung zeigt, dass die Schaeffler Beschäftigten hinter den Forderungen der IG Metall stehen und bereit sind, sich für gute Ergebnisse in dieser Tarifrunde stark zu machen“.

Die IG Metall bewertet die geschlossene Teilnahme der Belegschaft als ein erneutes ein weiteres klares Signal der Beschäftigten in der Region Kitzingen in der laufenden Tarifauseinandersetzung in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. An den Warnstreiks haben sich bereits die Belegschaften bei Baumüller in Kitzingen und bei Bosch-Rexroth in Volkach beteiligt. Außerdem gab es Tarifaktionen bei Frankenguss und an einer Menschenkette waren Beschäftigte von Leoni, Gea und Fehrer beteiligt.

Forderungen der IG Metall

Marcel Meqemeja, Unternehmensbetreuer der IG Metall: „Jeden Versuch der Unternehmer das Rad beim Urlaubs- und beim Weihnachtsgeld zurückzudrehen geht nach Hinten los.“ Schaeffler Betriebsratsvorsitzender Michael Sobeck: „Die große Unterstützung zeigt, dass die Schaeffler-Beschäftigten hinter den Forderungen der IG Metall stehen und bereit sind, sich für gute Ergebnisse in dieser Tarifrunde stark zu machen“.

Die IG Metall fordert eine Anhebung der Einkommen um vier Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Das Volumen der Einkommenssteigerung soll auch für Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung zur Verfügung stehen. Zudem will die IG Metall eine Verbesserung der gekündigten Tarifregelungen zur Beschäftigungssicherung durch Modelle der Arbeitszeitabsenkung mit einem Teilentgeltausgleich und einen tariflichen Rahmen für betriebliche Zukunftstarifverträge. Weiterhin will die IG Metall das Angebot eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses für alle Ausgebildeten nach bestandener Abschlussprüfung durchsetzen.