Der Frauenbund Dettelbach feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst in der Wallfahrtskirche Maria im Sand. Dekan Gerhard Spöckl und Diakon Lorenz Kleinschnitz zelebrierten den Festgottesdienst, den neben der Orgel die Dettelbacher Musikanten begleiteten.

Die amtierende Vorsitzende Elisabeth Rost wurde von Margarethe Röschert-Schmidt vertreten, die die Feier in der Wallfahrtskirche als Segen für den Frauenbund einstufte. Dekan Spöckl bezeichnete den Frauenbund von Frauenpower geprägt, schon deshalb seien 100 Jahre etwas Besonderes.

Nur fünf Vorsitzende in 100 Jahren

Seit seiner Gründung 1922 wurde der Frauenbund bis 1953 von Margarete Boyle geführt. Im Gründungsprotokoll fand Angelina Dobler, dass der Wahlspruch der Franziskaner "Ora et labora" (Bete und arbeite) auch für den Frauenbund gelten solle. 27 Jahre leitete Hedwig Schwab die Geschicke des Vereins bis 1980. Damals zählte der Verein dank starker Nachwuchswerbung 215 Frauen. In die Amtszeit Schwabs fielen der Bau des Pfarrjugendheims 1961 und es Kindergartens St. Maria, unterstützt durch Einnahmen aus Pfarr- und Kindergartenfest mit Tombola. Faschingsabende von Frauenbund und Kolpingsfamilie brachten weitere Einnahmen.

Nur zwei Jahre war die viel zu früh verstorbene Irmine Weimann im Amt, ihr folgte Gertrude Weichsel, die den Vorsitz von 1982 bis 2012 innehatte. Sie wurde danach zur Ehrenvorsitzenden ernannt und erhielt das Verdienstkreuz am Bande. Sie war mit 30 Jahren ebenso lange im Amt wie Alt-Bürgermeister und Ehrenbürger Reinhold Kuhn. Seither führt Elisabeth Rost den Verein, der immer von Geistlichen als Beirat begleitet wurde. Sie ist in den 100 Jahren seines Bestehens erst die fünfte Vorsitzende.

Die Überbrückung sozialer Unterschiede und karitativer Einsatz in der Wohlfahrtspflege gehören zu den Grundlagen des Vereins. Schwerpunkte waren von jeher Vorträge zu Hauswirtschaft, Krankenpflege, Hausapotheke, Kinder und Jugend und vieles mehr. Roth hat sich vorgenommen, Altes zu bewahren, aber gleichzeitig für Neues offen zu sein. Dabei soll die frohe Botschaft des christlichen Glaubens wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt werden.

Grußworte unterstreichen die Bedeutung des Vereins

Zwei Ministranten brachten als Zeichen des Dankes einen Blumenstrauß, ein Herz und eine Kerze des Frauenbundes an den Altar. In Grußworten unterstrichen die Diözesan-Vorsitzende des Frauenbundes Edeltraud Hann, Landrätin Tamara Bischof, Bürgermeister Matthias Bielek und viele andere die Bedeutung des Frauenbundes auch in der heutigen Zeit für Familie und Gesellschaft gleichermaßen.

Der Dank galt den Frauen, die den Frauenbund lange Zeit als Bindeglied zur Gesellschaft führten. Die Weitergabe von Erfahrungen habe immer im Mittelpunkt gestanden. Der Frauenbund habe sich bewusst dazu entschieden, sich einzusetzen und mitzugestalten. Er habe zudem erkannt, dass Kirche erneuert werden müsse.

Ehrungen für langjährige Mitglieder

45 Jahre: Marianne Göb.

40 Jahre: Hella Barthel, Ingrid Berthold, Helga Exner, Käthe Plannasch und Käthe Wagenhäuser.

35 Jahre: Magda Hartmann, Inge Lukas und Elisabeth Rost.

30 Jahre: Hildegard Eichhorn und Lilo Reinhardt.

25 Jahre: Monika Bohlender, Rosa Butschek, Erika Dorsch, Lotte Stampfer und Erika Ungemach.