Im Bereich der Verkehrspolizei Hof kam es am Samstag zu mehreren wetterbedingten Unfällen. Wie die Polizei berichtet, waren mehrere Autofahrer trotz der winterlichen Straßenverhältnisse zu schnell unterwegs.

Auf den Autobahnen A9, A72 und A93 kam es zu insgesamt sieben Unfällen, bei denen insgesamt zwei Menschen verletzt wurden. Bei den meisten Unfällen blieb es bei Blechschäden.

A9: Auto kommt von Fahrbahn ab und gerät ins Schleudern

Gegen 13.45 Uhr verlor ein 21-Jähriger auf der A93 in Höhe Selb die Kontrolle über sein Auto und krachte in die Leitplanke. Letztendlich kam das Fahrzeug auf dem Seitenstreifen zum Stehen und musste abgeschleppt werden.

Kurz darauf war eine Frau auf der A9 in Richtung Berlin unterwegs. Gegen 14.10 Uhr auf Höhe Stammbach brach das Heck ihres Autos auf mit Schneematsch bedeckter Straße aus. Der Pkw drehte sich um 180 Grad und rutschte nach rechts von der Autobahn ab. Die Fahrerseite kollidierte dabei heftig mit einem größeren Verkehrsschild. Entgegen der Fahrtrichtung kam der Wagen im Graben zum Liegen. Neben der Fahrerin befanden sich noch zwei Kinder im Alter von 13 und 15 Jahren im Auto.

Nachdem zunächst Unklarheit herrschte, ob und wie schwer sich eine der Fahrzeuginsassinnen verletzt hatte, wurde neben einer Vielzahl von Rettungskräften auch ein Rettungshubschrauber verständigt, der direkt auf der A9 landete. Die Fahrbahn Richtung Norden musste hierfür komplett gesperrt werden. Mit großer Erleichterung konnten die Einsatzkräfte feststellen, dass sich alle drei Damen aus eigener Kraft aus dem Auto befreien konnten. Lediglich die 15-jährige Jugendliche zog sich aufgrund einer geborstenen Seitenscheibe Abschürfungen an Schulter und Rücken zu. Das Mädchen wurde vorsorglich ins Krankenhaus nach Münchberg abtransportiert. Der Rettungshubschrauber „Christoph“ wurde nicht benötigt.

A93: Vier weitere Glätteunfälle

Zwischen 14.40 Uhr und 17.00 Uhr kam es auf der A93 zu vier weiteren Glätteunfällen. Die vier Fahrzeuglenker, im Alter von 19, 20, 30 und 31 Jahren, waren allesamt auf der winterglatten Fahrbahn zu schnell unterwegs. An Fällen kamen die Fahrzeuge entweder nach links oder nach rechts von der Autobahn ab und kollidierten mit den Schutzplanken. Eine 19-jährige Autofahrerin aus Selb verletzte sich dabei leicht. Sie stand unter Schock und wurde vorsorglich ins Krankenhaus nach Marktredwitz gebracht. Bei den übrigen drei Unfällen gab es glücklicherweise lediglich Blechschäden zu beklagen.

Den Abschluss machte um kurz vor Mitternacht ein 39-jähriger Autofahrer aus Haag auf der A72, Höhe Trogen. Wie in den anderen Unfällen vorher hatte auch dieser seine Geschwindigkeit nicht den winterlichen Straßenverhältnissen angepasst. Sein Pkw geriet ins Schleudern und krachte frontal in die Mittelleitplanke. Obwohl sein Fahrzeug stark beschädigt wurde, blieb der Mann zum Glück unverletzt.

Aufgrund ihrer nicht angepassten Geschwindigkeit müssen sich nun alle Fahrzeuglenker auf ein Bußgeld und einen Punkt in Flensburg einstellen. Gegen die 32-jährige Unfallverursacherin auf der A9 musste die Polizei zudem ein Strafverfahren wegen Fahrlässiger Körperverletzung einleiten. Neben den beiden Leichtverletzten entstand bei den sieben Unfällen ein Sachschaden von insgesamt ca. 65.000 Euro.