Im oberfränkischen Hof hatte ein Unfall am Samstag zwischen einem Rettungswagen und einem Kleinwagen einen komplizierten und außergewöhnlichen Einsatz zur Folge: Am Samstagabend war ein Intensivtransportwagen gegen 21 Uhr mit Blaulicht auf der Ernst-Reuter-Straße in Hof unterwegs. Eine Autofahrerin prallte an der Kreuzung Stephanstraße mit dem Rettungswagen zusammen. Die Frau hatte eine grüne Ampel, übersah aber den nahenden Rettungswagen, der sein Sonderrecht wahrnahm, über rot zu fahren. 

In dem Intensivtransportwagen wurde ein Corona-Patient transportiert, der beatmet wurde. Die an der Einsatzstelle eingetroffenen Rettungskräfte stellten fest, dass der Intensivtransportwagen aus Erlangen nicht mehr fahrbereit war. Dies war ein Problem, denn von diesen Transportfahrzeugen gibt es in ganz Bayern nur wenige dieser speziellen Fahrzeuge. Der Patient sollte am Samstagabend eigentlich von einer Hofer Klinik in ein anderes Krankenhaus gebracht werden. Stattdessen wurde er in einen Lkw der Feuerwehr geladen. Diesen ungewöhnlichen Einsatz vollbrachte die Feuerwehr noch an Ort und Stelle. 

"Wir gehen alle in Vollschutzkleidung. Auch die Feuerwehrkollegen wurden ausgestattet mit Vollschutzanzügen und somit ist die Sicherheit gewährleistet", erklärte ein Sprecher vor Ort. Die Einsatzkräfte brachten den schwer erkrankten Mann dann zunächst zurück in die Klinik in Hof. Später wurde er mit einem aus Würzburg angeforderten Intensivtransportwagen in das andere Krankenhaus verlegt. Die Fahrerin des Kleinwagens wurde leicht verletzt, beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Insgesamt betrug der Sachschaden 8000 Euro. 

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