Unfall auf A9 in Oberfranken: Sattelzug schleudert in Mittelschutzplanke. Im Landkreis Hof hat sich am Samstagmorgen (23. Januar 2021) ein Verkehrsunfall auf der A9 ereignet. Dies berichtet die Verkehrspolizeiinspektion Hof 

Der 39-jährige Fahrer eines Sattelzugs kam demnach kurz vor 9 Uhr ins Schleudern und prallte gegen die Mittelschutzplanke der Autobahn. Die Fahrbahn - zwischen Naila und Berg in Richtung Berlin - war zu diesem Zeitpunkt schneebedeckt und der mäßige Verkehr erstreckte sich hauptsächlich über die rechte Fahrspur.

Unfall auf A9 im Landkreis Hof: Lkw gerät ins Schleudern - zwei Verletzte

Der Sattelzug war laut Polizei mit circa 70 km/h unterwegs, als er ins Schleudern geriet. Dabei drehte sich die Zugmaschine nach links ein, so dass die Front entgegen der Fahrtrichtung ausgerichtet war. Der Auflieger fuhr quer zur Fahrbahn. Der Sattelzug schleifte in dieser Position auf einer Strecke von etwa 40 Metern an der Mittelschutzplanke entlang und kam auch so zum Stehen. Zudem liefen Dieselkraftstoff und Motoröl aus und verteilten sich auf einer Fläche von ungefähr 100 Quadratmetern.

Die Fahrbahn musste durch eine Spezialfirma gereinigt werden. Weiterhin mussten die im Tank verbliebenen 300 Liter Diesel durch die Feuerwehr Selbitz abgepumpt werden. Die Fahrbahn war bis 12.15 Uhr komplett gesperrt. Durch die Autobahnmeisterei Münchberg und das THW erfolgte bis dahin eine Ausleitung an der Anschlussstelle Naila.

Nachdem zunächst der linke Fahrstreifen freigegeben werden konnte, konnte gegen 12.40 Uhr ebenfalls der mittlere Fahrstreifen freigegeben werden. Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten dauern noch an. Der Fahrer und sein 49-jähriger Beifahrer wurden nach derzeitigen Erkenntnissen leicht verletzt und durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 110.000 Euro.

Nach einem weiteren Lkw-Unfall auf der A9 in Oberfranken musste die Autobahn mehrere Stunden komplett gesperrt werden.