Autobahnunfall auf A9 im Landkreis Hof hat weitreichende Folgen: Am Donnerstagmittag (27. August 2020) hat sich auf der A9 in Oberfranken ein folgenschwerer Verkehrsunfall ereignet. Wie die Verkehrspolizeiinspektion Hof mitteilt, kam es zu dem Unfall kurz vor der Anschlussstelle Berg / Bad Steben in Fahrtrichtung München. 

Während der Absicherung der Unfallstelle kam es zu einer Verletzung eines Mitarbeiters der Autobahnmeisterei: Der Fahrer eines Kleintransporters missachtete eine Absperrung und fuhr den Unfall-Helfer an. Anschließend suchte er kurzerhand das Weite, ohne sich um den Verletzten zu kümmern.

BMW-Fahrer erleidet Schock - Beifahrerin kommt verletzt in Klinik

Laut Polizei kam um 11.38 Uhr zunächst ein 62-jähriger Autofahrer mit seinem BMW ins Schleudern, weil der hintere Reifen geplatzt war. Bei offenbar höherer Geschwindigkeit machte die Lauffläche des Reifens schlapp und löste sich. Dies führte dazu, dass der stark motorisierte BMW mehrmals in die rechte Leitplanke stieß und erst nach mehreren Hundert Metern zum Stehen kam.

Durch den havarierten BMW und herumliegende Teile waren die rechte und mittlere Spur der A9 blockiert.

Der 62 Jahre alte Fahrer erlitt einen Schock. Seine 59-jährige Beifahrerin musste laut Polizei mit mittelschweren Verletzungen ins Klinikum nach Naila eingeliefert werden.

Allein der Schaden an der Leitplanke wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Auch am BMW entstand erheblicher Sachschaden. Aufgrund des Schadensbildes wurde zunächst die Feuerwehr Berg an die Unfallstelle gerufen, die zusammen mit Helfern der Autobahnmeisterei die Unfallstelle absicherten und die Fahrbahn reinigte.

Mitarbeiter der Autobahnmeisterei wird angefahren

Im Zuge der notwendigen Absicherung dieser Unfallstelle kam es zu einer Verletzung eines Mitarbeiters der Autobahnmeisterei Münchberg. Die Straßenwärter hatten die Unfallstelle mit Leitkegeln und mit orangefarbenen Fahrzeugen mit Warnlichtern abgesperrt. Trotz der laut Polizei "deutlichen, vorschriftsmäßigen Absperrungen der Einsatzstelle" fuhr in diesen abgesperrten Bereich ein weißer Kastenwagen hinein. Das Fahrzeug streifte mit seinem Außenspiegel einen Mitarbeiter der Autobahnmeisterei am Arm.

Besonders dreist: "Zu allem Überfluss flüchtete der Fahrer des Kleintransporters von der Unfallstelle, ohne sich um den von ihm verursachten Vorfall zu kümmern", berichtet die Verkehrspolizeiinspektion Hof. Trotz sofortiger Suchmaßnahmen konnte der weiße Kastenwagen bislang nicht gefunden werden.

Die Verkehrspolizei Hof sucht deshalb nach Zeugen, die Angaben zu dem Kastenwagen machen können. Hinweise werden unter der Telefonnummer 09281/704-803 entgegengenommen.

Autofahrerin übersieht Stauende

Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten zum ursprünglichen Unfall führten der Polizei zufolge zu einem Stau auf der A9 kurz vor der Unfallstelle. Das Stauende erkannte eine 35-jährige Autofahrerin zu spät und prallte auf ihren "Vordermann". Am Skoda Octavia des 35-jährigen Geschädigten aus Thüringen entstand ein Heckschaden von mindestens 3000 Euro. Auch der Toyota der Unfallverursacherin wurde an der Front leicht beschädigt. Verletzte gab es bei dem Auffahrunfall jedoch keine.

Lkw fährt Schlangenlinien: Auf der A3 bei Erlangen hat die Polizei den Fahrer eines Sattelzugs aufgegriffen. Der Mann hatte zuvor reichlich Alkohol getankt, wie sein äußerst hoher Atem-Alkoholwert bewies.