• Tschechien: Neue E-Vignette löst ab 1. Januar 2021 Klebe-Pickerl ab
  • Verkauf erfolgt online oder in Tschechien (nicht mehr beim ADAC möglich)
  • Preis: Kosten für Autofahrer bleiben stabil
  • Ausnahmen: Einige Fahrzeuge sind von der Mautpflicht befreit

Neue Vignette in Tschechien ab Freitag (1. Januar 2021): Bis auf wenige Ausnahmen gilt in unserem Nachbarland auf Autobahnen und Schnellstraßen die Mautpflicht. Ab 1. Januar erfolgt nun die große Umstellung: Ab dann gibt es die Vignette nur noch digital. Was müssen Autofahrer beachten? inFranken.de gibt den Überblick.

Digitale Vignette in Tschechien: Wo kann ich sie kaufen?

Die neue digitale Vignette kann nicht mehr beim ADAC gekauft werden, sondern nur noch online sowie an Verkaufsstellen in Tschechien.

Hier können Sie die E-Vignette erwerben:

Was kostet eine Vignette und wie hoch ist die mögliche Strafe?

Autofahrer können zwischen unterschiedlichen Vignetten wählen, der Preis bleibt im Vergleich zum Vorjahr stabil. 

  • Vignette für 10 Tage: 310 Kronen (rund 11,80 Euro)
  • Vignette für 30 Tage: 440 Kronen (rund 16,70 Euro)
  • Vignette für ein Jahr: 1500 Kronen (rund 57 Euro)

Überwachungskameras entlang der Autobahnen erkennen die Pkw-Kennzeichen und überprüfen anhand einer Datenbank, ob eine gültige Vignette vorhanden ist. Wer trotz Mautpflicht ohne gültige Vignette erwischt wird, dem droht eine Strafe von bis zu 20.000 Kronen (etwa 760 Euro).  

Einige Fahrzeuge von Mautpflicht befreit

Die Mautpflicht gilt allerdings nicht für alle Autofahrer. Es gibt Ausnahmen für Fahrzeuge mit alternativem Antrieb. Dazu zählen: Fahrzeuge mit Elektroantrieb, Plug-in-Hybride (wenn der CO2-Ausstoß im kombinierten Betrieb unter 50g/km liegt) und Wasserstoff-Autos, erläutert der ADAC.

Wer von dieser Ausnahmeregelung profitieren möchte, muss allerdings vorab ein Formular ausfüllen und es vor der Reise nach Tschechien den Behörden einreichen.

Unser Nachbarland ist nach Weihnachten in den dritten Lockdown gegangen. Diese Regeln gelten aktuell in Tschechien.

Panne überschattet Verkaufsstart der digitalen Vignette

Die Kosten der Umstellung auf die digitale Vignette belaufen sich auf knapp zwölf Millionen Euro. Das Projekt war von Anfang an mit Problemen behaftet.

Im Januar war der damalige Verkehrsminister Vladimir Kremlik mit der Begründung entlassen worden, das System sei überteuert. Dieser selbst reichte Strafanzeige ein, weil man versucht habe, ihn zu bestechen und den Auftrag einer anderen Firma zuzuspielen.

Der Verkaufsstart der neuen Vignette Anfang Dezember verlief alles andere als reibungslos. Der neue E-Shop des Verkehrsministeriums war wegen Überlastung nicht erreichbar. Die Nachfrage nach der neuen digitalen Vignette in Tschechien war zu groß.