Zwei Männer sollen in Rehau (Landkreis Hof) einen 43-Jährigen mit Schlägen traktiert und tödlich verletzt haben - seit Freitag (14. Januar 2022) stehen sie deswegen vor Gericht. Ihnen wird Körperverletzung mit Todesfolge und Totschlag durch Unterlassen vorgeworfen, wie das Landgericht Hof zum Prozessauftakt mitteilte.

Die zur Tatzeit 18- und 34-jährigen Männer sollen im April gemeinsam mit ihrem späteren Opfer in der Wohnung des 34-Jährigen getrunken haben. Spätabends kam es laut Staatsanwaltschaft dann zur Auseinandersetzung - weil der 43-Jährige nach Meinung der beiden anderen unpassende Kommentare abgegeben habe, während sie auf einer Spielkonsole zockten, so der Vorwurf.

Streit in Rehau nimmt tödliches Ende: Zwei Männer nach Tod von 43-Jährigem vor Gericht

Sie sollen ihn mit Fäusten im Gesicht und am Oberkörper geschlagen haben, der 34-Jährige soll außerdem auf ihn gesprungen sein. Über Nacht schickten sie das stark blutende Opfer demnach ins Badezimmer. Der 43-Jährige starb am Tag darauf, weil er Blut einatmete.

Er hatte gebrochene Rippen, einen Einriss in der Speiseröhre und massive Verletzungen im Mund-Rachen-Bereich. Ein Notarzt hätte ihn laut Staatsanwaltschaft noch retten können - die beiden sollen aber keine Hilfe geholt haben. In der damaligen Meldung der Polizei hieß es, der 18-Jährige habe erst am darauffolgenden Tag einen Notarzt gerufen - zu diesem Zeitpunkt hatte der 43-Jährige bereits keine Lebenszeichen mehr gezeigt.  Der Notarzt hatte nur noch den Tod des Mannes feststellen können. Der Prozess geht am Dienstag weiter.

mit dpa

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