In den letzten Monaten gab es mehrere Fälle sexueller Belästigung in Hof. Die Täterbeschreibung ähnelte sich in allen Fällen stark. Nun gelang es der Polizei mit einem Trick, den Täter zu fassen.

Der erste Fall sexueller Belästigung ereignete sich bereits im Dezember vergangenen Jahres. Eine 20-jährige Frau erschien bei der Polizeiinspektion Hof um Anzeige zu erstatten. Auf einem Parkplatz in der Hans-Böckler-Straße trat ihr plötzlich ein etwa 20-jähriger Mann gegenüber, der die Frau an den Hüften und am Gesäß anfasste.

Nur wenige Tage später trat der 20-jährige Mann erneut auf. Gegenüber einer 27-Jährigen zog er am Südring auf einem Verbindungsweg zur Erlhofer Straße blank.

Nach einer längeren Pause schlug der vermeintlich gleiche Täter Anfang April zu. Im Bereich der Luftbrücke begrapschte der Mann ein 18-jähriges Opfer an der Brust und im Gesäßbereich.

Vier Tage später trat er einer Frau Am Otterberg gegenüber. Er schlug seinem 28-jährigen Opfer ebenfalls auf das Gesäß.


Täterbeschreibung identisch

Da die Beschreibung des Mannes in allen vier Fällen identisch war, setzte die Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Hof auf eine verstärkte Überwachung an den tatrelevanten Zeiten.

Dadurch geriet der Mann laut Polizei an die Falsche: Eine Polizeibeamtin der Hofer Ermittlungsgruppe war in Zivil unterwegs, als sie im Bereich der Luftbrücke auf den Täter traf. Der Mann suchte den Blickkontakt zu der Beamtin und griff sich unvermittelt an sein eigenes Geschlechtsteil.

Der 20-jährige Hofer versuchte noch zu flüchten, was aber misslang: Einer ihrer eingesetzten Kollegen konnte den Mann im Bereich einer angrenzenden Tankstelle festnehmen. Es klickten die Handschellen. Der geständige Täter muss sich nun für seine Taten verantworten.